Kleine Landgemeinde expandiert

Vom Vogelherd aus hat man in Wilen-Gottshaus eine herrliche Aussicht auf den Alpstein und den Bodensee. Nun erfolgte just an diesem attraktiven Standort der Spatenstich für eine gleichnamige Überbauung.

Christof Lampart
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WILEN-GOTTSHAUS. Im Beisein von Matthias Gehring, Gemeindeammann von Hauptwil-Gottshaus, etlichen Nachbarn, Grundstückbesitzern und Bauarbeitern wurde der Spatenstich gleich zwei Mal vollzogen: Einmal traditionell mit dem obligaten Spaten, ein anderes Mal mit einem Bagger, der dem Gelände noch ein paar Schaufeln Erdreich entriss.

Erschliessung bis Februar

Bevor jedoch auf dem rund 10 000 Quadratmeter grossen und 14 Parzellen umfassenden, im Gemeindeteil Wilen-Gottshaus liegenden Gebiet schmucke Einfamilienhäuser gebaut werden können, muss die Gemeinde erst einmal für die Erschliessung des Gebiets sorgen. Laut Gemeindeammann Gehring wird mit den Arbeiten heute Montag begonnen und dann so lange weitergearbeitet, wie es das Wetter beziehungsweise der Winter zulässt.

«Ich rechne damit, dass wir mit der Erschliessung vielleicht schon im Januar, spätestens aber Mitte Februar fertig sein sollten», sagte Gehring. Er sei froh, dass dieses Projekt nun realisiert werden könne, betonte der Gemeindeammann. «Das bringt neue Familien und Menschen, die Wert auf gute Wohnqualität legen, in unsere Gemeinde», freute sich Gehring.

Unverbaubare Lage

Realisiert wird die Erschliessung durch die Politische Gemeinde Hauptwil-Gottshaus. Der Auslöser dafür waren die Baupläne der Sonnenhang AG aus Schweizersholz. Denn geht es nach den Plänen von Inhaber und Geschäftsführer Bruno Schwyter, dann sollen in den nächsten Jahren 14 Einfamilienhäuser an einer bezüglich Fernsicht unverbaubaren Lage entstehen. Schwyter und seine Familie gehen mit gutem Beispiel voran. «Wir haben uns selbst eine Doppelparzelle gesichert. Auf der einen Seite bauen meine Frau und ich, auf der anderen unser Sohn», so Schwyter. Die Familien Schwyter wollen 2012 so früh wie möglich mit dem Bau des eigenen Doppelhauses anfangen, «damit wir dann den Jahreswechsel schon hier oben feiern können», verriet Edith Schwyter.

Aufträge in Region vergeben

Fünf der 14 Parzellen sind bereits reserviert. Überschrieben werden können die Grundstücke erst, wenn die Erschliessung abgeschlossen ist. Apropos Erschliessung: Für den Bau der Zufahrtsstrassen wird ein Zehntel des Baulandes benötigt. «Ich denke, dass wir dafür rund 1000 Quadratmeter Land opfern müssen», führte Bruno Schwyter aus.

Positiv für die Region ist, dass alle Erschliessungsarbeiten im Dorf beziehungsweise in der Region Bischofszell vergeben wurden. Gemeindeammann Gehring: «Darauf haben wir im Rahmen des Erlaubten immer ein Auge, liegt uns doch das eigene Baugewerbe sehr am Herzen.»

Symbolischer Baubeginn: Roger Hausammann und Bruno Schwyter (Vertreter der Sonnenhang AG), Gemeindeammann Matthias Gehring sowie Edith Schwyter und Thomas Schumacher (Vertreter der Sonnenhang AG) führen den Spatenstich aus. (Bild: Christof Lampart)

Symbolischer Baubeginn: Roger Hausammann und Bruno Schwyter (Vertreter der Sonnenhang AG), Gemeindeammann Matthias Gehring sowie Edith Schwyter und Thomas Schumacher (Vertreter der Sonnenhang AG) führen den Spatenstich aus. (Bild: Christof Lampart)