Klares Bekenntnis zum «Hirschen»

HOHENTANNEN. Rücktritt von Gemeinderat Franz Tschopp macht in Hohentannen eine Ersatzwahl erforderlich. Einziger offizieller Kandidat ist der 30jährige Landwirt Philipp Stark. Wahltag ist der 28. Februar.

Georg Stelzner
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Gemeinderatskandidat Philipp Stark ist Pferdeliebhaber. (Bild: Reto Martin)

Gemeinderatskandidat Philipp Stark ist Pferdeliebhaber. (Bild: Reto Martin)

Philipp Stark ist ein überzeugter Verfechter einer eigenständigen Gemeinde Hohentannen. Und er weiss: Dafür braucht es willige und fähige Leute für die Behörde. Diese Überlegung war denn auch ein wesentlicher Grund für seine Kandidatur. «Ich bin von der Wählerkommission angefragt worden und habe zugesagt, weil es mir ein grosses Anliegen ist, Bedürfnisse der Einwohner mit dem Gemeinderat gemeinsam umzusetzen», führt Stark aus. Aufgrund seiner anderen Funktionen habe er allerdings nicht spontan Ja sagen können, räumt er ein. «Im Falle einer Wahl werde ich versuchen, alles unter einen Hut zu bringen.»

Bevorzugtes Ressort

Philipp Stark würde in die Fussstapfen seines Vaters Andreas treten, der in Hohentannen ebenfalls Gemeinderat war. Dass er das Ressort «Strassenwesen, Flurwesen, Restaurant Hirschen» von Franz Tschopp übernehmen könnte, stellt für den Kandidaten einen zusätzlichen Anreiz dar. «Diese Aufgaben interessieren mich, zumal sie auch viel mit der Landwirtschaft zu tun haben», sagt Stark, der sich vorstellen kann, zumindest zwei bis drei Amtsdauern im Gemeinderat mitzuarbeiten. Einer politischen Partei gehört Stark nicht an. Aus seiner Positionierung macht er aber keinen Hehl: «Ich sympathisiere mit der SVP und kann mich mit ihren Zielsetzungen identifizieren.»

Naturnahes Wohnen

An der Gemeinde Hohentannen schätzt Stark die vielen gepflegten Bauten und die abwechslungsreiche Natur in einer prächtigen Landschaft. Speziell seien auch die Weiler sowie die Schlösser Heidelberg und Oetlishausen. Hohentannen ist für Stark ein Naherholungsgebiet, in dem er nichts vermisse. «Ein Laden wäre zwar schön, aber damit ein solcher rentabel sein könnte, müsste die Gemeinde wohl mehr Einwohner haben», schätzt er die Situation realistisch ein. Viel wichtiger sei es, den Schulstandort zu erhalten.

Als Treffpunkt wichtig

Zum Restaurant Hirschen und zum Kiesabbau hat Stark eine eindeutige Meinung. Er plädiert dafür, dass die Gaststätte im Besitz der Gemeinde bleiben soll. Der «Hirschen» sei als Treffpunkt für die Einwohner von grossem Wert und gehöre zur Hirscheschür. «Man braucht bei der Frage des Pächters aber eine gute Lösung», ergänzt Stark.

Vom Kiesabbau profitiere die Gemeinde insofern, als damit eine Wertschöpfung verbunden sei. Die Immissionen seien zeitlich beschränkt. Zudem versuche der Gemeinderat alles, um den Lastwagenverkehr durchs Dorf möglichst gering zu halten.

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