Kirchenzusammenschluss wird konkret

Die Bürgerschaft der Evangelischen Kirchgemeinden Bussnang, Leutmerken, Lustdorf und Thundorf steht der Reorganisation der Kirchgemeinden wohlwollend gegenüber. An zwei Diskussionsabenden stellten sie ihre Fragen den Verantwortlichen.

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LEUTMERKEN. Das Interesse an der Zukunft der vier Kirchgemeinden ist gross. An die beiden Diskussionsveranstaltungen am Dienstagabend in Bussnang und am Mittwochabend in Lustdorf kamen je rund 60 Besucher. Ziel der Vorsteherschaften der Kirchgemeinden ist es, künftig jeweils zwei der vier Kirchgemeinden zusammenzuschliessen: Bussnang mit Leutmerken sowie Lustdorf mit Thundorf-Kirchberg. Diesen Lösungsvorschlag hat das Komitee «Zukunft Kirche» erarbeitet. Definitiv abgestimmt wird über die Fusion am 11. Juni 2015 an vier gleichzeitig stattfindenden Kirchgemeindeversammlungen.

Kantonalkirche steht dahinter

Die beiden Mitglieder des Komitees «Zukunft Kirche», Erwin Greminger, Kirchenpfleger in Bussnang, und Peter Krattiger, Präsident in Leutmerken, erläuterten in Bussnang die organisatorischen Aspekte und informierten über die Aktivitäten der verschiedenen eingesetzten Arbeitsgruppen. «Alle Mitglieder der Projektgruppen sind überzeugt, dass die vorliegende Lösung ein richtiger Schritt in die Zukunft ist», sagte Greminger. Zudem betonte Krattiger, dass der kantonale Kirchenrat die Fusion nicht nur begrüsse, sondern auch finanziell zu unterstützen gedenke. Die eine neue Kirchgemeinde dürfte Bussnang-Leutmerken benannt werden, die andere Thunbachtal.

Die Diskussionen unter der Leitung des externen Projektbegleiters und Gemeindebauberaters Daniel Frischknecht verliefen sachlich und ruhig. Geklärt wurde an den Abenden etwa, dass alle bestehenden Arbeitsverträge von den neuen Kirchgemeinden übernommen werden sollen.

Steuerfüsse sind noch unklar

Diskutiert wurde unter anderem über die Frage, ob in Bussnang-Leutmerken 140 Stellenprozente ausreichten. Dabei wurde klar, dass eine personelle Weiterentwicklung gewünscht wird, aber nach der Fusion noch genauer unter die Lupe genommen werden muss. Noch nicht schlüssig beantwortet werden konnte die Frage nach den zukünftigen Steuerfüssen.

In Bussnang dürfte aber eine moderate Erhöhung nötig werden, da dort der derzeitige Steuerfuss enorm tief ist. Bezüglich Gottesdienste wurde versichert, dass eine gute Lösung für alle Gemeindeteile erarbeitet werde, wobei nicht mehr zwingend jeden Sonntag in allen Kirchen ein Gottesdienst stattfinden wird.

Die neuen Behörden sollen im Herbst bestimmt werden, falls die Stimmbürger im Sommer den Fusionen zustimmen. Bereits 2016 sollen die beiden neuen Kirchgemeinden etabliert sein. (red.)