Kirche Sitterdorf feiert ihr 500-Jahr-Jubiläum

SITTERDORF. In Sitterdorf steht ein grosses Fest vor der Tür. Die Evangelische Kirchgemeinde feiert am kommenden Wochenende das 500-Jahr-Jubiläum der Kirche, die lange Zeit den Katholiken und Evangelischen als Gotteshaus diente.

Merken
Drucken
Teilen

SITTERDORF. In Sitterdorf steht ein grosses Fest vor der Tür. Die Evangelische Kirchgemeinde feiert am kommenden Wochenende das 500-Jahr-Jubiläum der Kirche, die lange Zeit den Katholiken und Evangelischen als Gotteshaus diente. Die Einladung an die für Samstag und Sonntag angesagten Feierlichkeiten richtet sich denn auch an die ganze Bevölkerung der Gemeinde.

Zwei Tage Fest

Auf dem Areal der Schulanlage Sitterdorf bietet der Samstagnachmittag Spiel und Spass für die ganze Familie. Das Bubble-Soccer-Turnier wird dabei für Zuschauer und Mitspieler ein besonderes Gaudi sein. Ein weiterer Höhepunkt wird am Samstagabend das speziell für das Jubiläum gestaltete Konzert der Kinder des Kikosi Festchors, unter der Leitung von Janine Rüdisüli, sein. Dieses findet um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Sitterdorf statt. Der Sonntag startet um 10 Uhr mit einem ganz besonders feierlichen Festgottesdienst. Anschliessend sind alle zum Mittagessen in der Mehrzweckhalle in Sitterdorf eingeladen. Unter anderem wird dann Ferdi Ammann auch einige Auszüge aus der 500-Jahr-Jubiläumsfestschrift zum besten geben. Musikalisch umrahmt wird der festliche Sonntag, nebst anderen Darbietungen, von der Brass Band Posaunenchor Amriswil.

Zuerst war sie katholisch

Das 1515 erbaute katholische Gotteshaus in Sitterdorf wurde damals dem heiligen Martin geweiht. Auf einem Bischofszeller Wandteppich, der aus dem Jahre 1507 datiert ist, ist Sitterdorf bereits mit einem Kirchturm am Dorfrand abgebildet. Daraus kann angenommen werden, dass die Kirche an den bereits bestehenden Kirchturm angebaut wurde.

Um das Jahr 1528 hielt die Reformation Einzug. Sitterdorf wurde evangelisch. 1567 führte der Abt von St. Gallen in Sitterdorf den katholischen Gottesdienst wieder ein. In der Folge wurde während circa 400 Jahren, bis ins Jahr 1961, die Kirche paritätisch von beiden Glaubensgemeinschaften genutzt. Dass damit eine bewegte Geschichte verbunden ist, versteht sich von selbst.