«Kirche muss dienen, sonst dient sie nichts»

Mit eindringlichen Worten skizzierte Rita Bausch, Theologin, Erwachsenenbildnerin und Gemeindeleiterin, an einem Referat in Romanshorn die Zukunft der Kirche. Die Freude, die sie an der Kirche hat, war während des Referats zum und über die Folgen des zweiten Vatikanischen Konzils spürbar.

Markus Bösch
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Mit eindringlichen Worten skizzierte Rita Bausch, Theologin, Erwachsenenbildnerin und Gemeindeleiterin, an einem Referat in Romanshorn die Zukunft der Kirche. Die Freude, die sie an der Kirche hat, war während des Referats zum und über die Folgen des zweiten Vatikanischen Konzils spürbar.

Am sichtbarsten seien die Neuerungen in der Liturgie gewesen, der Gebrauch der Muttersprache und die neuen, grösseren Spielräume: «Was aber noch heute zählt, ist eine lebendige Beziehung zu Gott und zu den Mitchristen.

Darum haben wir uns zu fragen: Welchen Platz geben wir Gott, und brauchen wir uns als Christen?» Drei Gesichter brauche die Kirche, um eine Zukunft zu haben: mit einem Mystischen sei sie verwurzelt in Gott, als eine geschwisterliche Kirche lebten alle ihre Verantwortung und als eine diakonisch-politische Gemeinschaft sei sie aufgerufen, sich um die Menschen und die Schöpfung zu sorgen.

Den kritischen Einwänden, die Kirche blute aus und beim Konzil seinerzeit geöffnete Fenster würden nur noch zugemauert, entgegnete die Referentin: «Trotz allem lasse ich mir die Freude am Mittun in und an der Kirche nicht nehmen. Wir werden wohl zu einer <Geh-hin-Kirche>, zu einer <Erzählkirche>. Wir reden mit den Menschen über den Grund unserer Hoffnung und bestärken uns darin. Daraus wächst etwas Neues.»