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Kirche bekommt mehr, als sie gibt

Die Evangelische Kirchgemeinde Sulgen und Markus Bachmann haben einen Landabtausch in Kradolf vereinbart. Auslöser war die Verlegung des Bitzibachs. Die Kirchgemeinde erhält bei diesem Geschäft 46 Quadratmeter mehr.
Georg Stelzner
Die Renaturierung des Bitzibachs hat zu einem Landabtausch geführt; im Hintergrund das Kirchenzentrum Steinacker in Kradolf. (Bilder: Georg Stelzner)

Die Renaturierung des Bitzibachs hat zu einem Landabtausch geführt; im Hintergrund das Kirchenzentrum Steinacker in Kradolf. (Bilder: Georg Stelzner)

KRADOLF. Viele Jahre floss der Bitzibach in einem Betonbett Richtung Thur. Alles anderes als eine optimale Lösung, wie das letztjährige Jahrhundertunwetter zeigte. Ein Projekt für die Verlegung beziehungsweise Renaturierung des Bachs hatte der Gemeinderat im Mai aufgelegt, doch für die rechtzeitige Ausführung reichte die Zeit nicht mehr. Am 14. Juni 2015 öffnete der Himmel seine Schleusen – mit verheerenden Folgen für weite Teile des Dorfes.

Der Gemeinderat Kradolf-Schönenberg reagierte, indem er die Umsetzung des Bachprojekts als dringlich einstufte und umgehend die Realisierung in die Wege leitete, um den Hochwasserschutz zu verbessern.

Mehr Land für Kirchgemeinde

Das Projekt sah vor, dem Bitzibach wieder ein natürliches Bett zu geben und bei dieser Gelegenheit auch den Verlauf zu ändern. Im Hinblick auf eine bestmögliche Nutzung der Grundstücke ist ein Landabtausch vereinbart worden. Dieser sieht vor, dass die Evangelische Kirchgemeinde Sulgen 191 m² an Markus Bachmann abtritt. Davon sind rund 158 m² in der Freihaltezone und 33 m² in der Zone für öffentliche Bauten.

Im Gegenzug erhält die Evangelische Kirchgemeinde Sulgen von Markus Bachmann 237 m², wovon sich 58 m² in der Freihaltezone und circa 179 m² in der Zone für öffentliche Bauten befinden. Die Kirchgemeinde bekommt somit eine um 46 m² grössere Landfläche. Eine Entschädigung muss sie trotzdem nicht zahlen, da das erhaltene Land weniger wert ist als das abgetretene. Vom Geschäft profitieren letztlich beide Seiten, denn der Bach bildet nun durchgehend die Grenze zwischen den Grundstücken, was vorher nicht der Fall war. Die Nutzung war dadurch beeinträchtigt.

Unterhaltskosten steigen

Sacha Derron, in der Kirchenvorsteherschaft für das Ressort Liegenschaften zuständig, gibt zu bedenken, dass die Kirchgemeinde aufgrund der neuen Situation wesentlich mehr Bachanstoss erhält. «Der Unterhalt ist entsprechend aufwendiger.» Man sei daher froh, dass sich die Politische Gemeinde Kradolf-Schönenberg bereit erklärt hat, diese Arbeiten zu übernehmen. Ein entsprechender Grundbucheintrag werde folgen, sagt Derron. Damit der Landabtausch vollzogen werden kann, muss er noch von der Kirchgemeindeversammlung abgesegnet werden.

Budget 2016 mit Defizit

Weitere Traktanden dieser Versammlung sind die Rechnung 2015 und das Budget 2016. Die Jahresrechnung weist einen Gewinn von 105 517 Franken aus. Bis auf 517 Franken, welche dem Eigenkapital zugewiesen werden sollen, möchte die Kirchenvorsteherschaft den Ertragsüberschuss zur Bildung einer weiteren Rücklage für die geplante Innenrenovation der Kirche in Sulgen verwenden. Das Eigenkapital würde sich bei dieser Gewinnverwendung auf 634 511 Franken erhöhen.

Der Voranschlag für das laufende Jahr basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 26 Prozent. Die Kirchenbehörde von Evangelisch-Sulgen geht von einem Verlust in Höhe von rund 21 000 Franken aus.

Gemeindeversammlung: Mittwoch, 16. März, 20 Uhr; Kirchenzentrum Steinacker, Kradolf

Sacha Derron Mitglied Kirchenvorsteherschaft (Ressort Liegenschaften)

Sacha Derron Mitglied Kirchenvorsteherschaft (Ressort Liegenschaften)

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