Kirche behält ihren Charakter

Architekt Guido Santschi informierte über die bevorstehende Aussenrenovation der Kirche Sommeri. Das Interesse war gross. Kritische Fragen blieben nicht aus.

Hugo Berger
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Baukommissionspräsident Jürg Pfiffner und Architekt Guido Santschi. (Bild: Hugo Berger)

Baukommissionspräsident Jürg Pfiffner und Architekt Guido Santschi. (Bild: Hugo Berger)

SOMMERI. Das Interesse an der bevorstehende Aussenrenovation der Kirche Sommeri ist gross, wie am Informationsabend in der Bildungsstätte Sommeri deutlich wurde. Rund 50 Interessierte liessen sich vom Guido Santschi über das Vorhaben informieren. In einer Auslegeordnung zeigte der Architekt, was an dem paritätischen Gotteshaus alles instand gesetzt werden muss.

Die vielen Abplatzungen seien nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass bei der letzten grossen Renovation 1976 aus heutiger Sicht nicht überall optimale Materialien verwendet worden seien. «Man wusste es damals einfach nicht besser», sagte Santschi. Nun sollen die Sandsteine nicht mehr überstrichen werden. Damit werde der Charakter des Gotteshauses betont.

Bunte Ziegel bleiben

Ziel der Renovation sei es, Bestehendes zu erhalten und beschädigte Teile möglichst durch ursprüngliche Materialien zu ersetzen. Dies gelte auch für das Kirchendach, dessen Ziegel in Farbe und Form unterschiedlich sind. Man haben in Deutschland einen Lieferanten gefunden, der solche Ziegel herstelle, sagte Santschi. «Wir werden so viele Ziegel anfertigen lassen, dass wir für den laufenden Ersatz ein Lager anlegen können». Noch in gutem Zustand sei das Hauptdach; es müsse lediglich vom Moos befreit werden, so der Architekt.

Die Kosten der Renovation betragen für die Parität etwas über eine Million Franken. Davon haben die Katholische Kirchgemeinde Sommeri 80 Prozent und die Evangelische Kirchgemeinde 20 Prozent zu tragen.

Denkmalpflege kooperativ

In der Fragerunde musste sich Santschi auch kritische Fragen gefallen lassen. «Wie können wir sicher sein, dass so etwas wie bei der letzten Renovation nicht mehr vorkommt?», fragte Paul Hungerbühler. Jürg Pfiffner, Präsident der Baukommission, verwies auf die grosse Erfahrung und zählte mehrere Objekte auf, welche unter der Federführung des Sulger Architekturbüros erfolgreich renoviert wurden.

Aufgeworfen wurde auch die Frage, ob der Kostenbeitrag der Denkmalpflege von 15 Prozent wegen der vielen Auflagen, die damit verbunden seien, nicht zu höheren Baukosten führe. Dem widersprach Santschi. «Wir haben ein Baugesetz, das wir so oder so einhalten müssen.» Ausserdem habe sich die Denkmalpflege bisher sehr kooperativ gezeigt.

Beginn März 2014

Sagen die Stimmberechtigten Ja zum Projekt, wird im März kommenden Jahres mit der Renovation begonnen. Sie soll bis Oktober abgeschlossen sein. Gleichzeitig soll auch die Friedhofmauer saniert werden. Sie liegt aber nicht im Aufgabenbereich der Parität, sondern der Gemeinde.