Kinderfreundliches zweites Zuhause

Seit Beginn des neuen Schuljahres gibt es im Kinderhaus eine Schülergruppe mit Namen «Panama». Zehn Schülerinnen und Schüler werden hier vor und nach der Schule, über Mittag und bei den Hausaufgaben betreut.

Hedy Züger
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Zehn Primarschüler werden seit Beginn des neuen Schuljahrs im Kinderhaus stunden- oder tageweise betreut. Die Schülergruppe heisst «Panama». Valeska Berchtold ist für sie vom frühen Morgen bis am Abend für Betreuung, Mittagstisch und Hausaufgaben da.

Den Impuls zur Gründung einer Schülergruppe gaben die Eltern; sie bedauerten, dass für ihre Buben und Mädchen mit Eintritt in den Kindergarten und die Primarschule die Tür zum Kinderhaus zugehe. Die ABC-Schützen sollten auch in den ersten drei Schuljahren betreut werden, argumentierten im Arbeitsprozess stehende Eltern.

Genau abklären

Dieser Wunsch überzeugte die Präsidentin des Kinderhauses, Heidi Wiher-Egger. Bisher besass dieses eine Bewilligung für Kinder bis zu sieben Jahren. Also reichte man beim Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau ein Gesuch für zehn Schüler vom zweiten Kindergartenjahr bis und mit dritter Klasse ein. Dafür waren an die 120 Fragen zu beantworten; die verlangten Unterlagen füllen inzwischen einen Ordner. «Es ging bei den Abklärungen vor allem um finanzielle sowie Fachfragen», erklärt Heidi Wiher-Egger zur von ihr geleisteten administrativen Vorarbeit. Als das Kinderhaus punkto Brandschutz neu kontrolliert wurde, zeigte es sich, dass einige Auflagen (feuersichere Türen) zu erfüllen seien, im weiteren waren die sanitären Anlagen für die Schüler auszubauen, was zusammen grössere Investitionen auslöste.

Stadt und Bund

Vor kurzem wurde für einen Grundbeitrag sowie Aufzahlungen eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt abgeschlossen. Beim Bund hat die Präsidentin ebenfalls ein Beitragsgesuch eingereicht. Zwar bezahlen die Eltern je nach Einkommen den tariflich festgelegten Tagessatz, doch alleinerziehende Mütter können nur einen Kostenanteil tragen.

Betreuung nach Mass

Aufgenommen werden seit August hauptsächlich Kinder, die schon früher im Kinderhaus betreut wurden. Sie erhalten dort Aufnahme nach Mass: Ein Kind wird morgens von 6 bis 8 Uhr betreut, einzelne kommen ganztags, andere nehmen nur das Mittagessen in der Schülergruppe ein, einige kehren nach der Schule zurück, essen den Zvieri, erledigen unter Aufsicht die Hausaufgaben und spielen mit den andern.

Viele Mütter arbeiten Teilzeit. Fast alle Kinder der Schülergruppe werden abgeholt. Geleitet wird die Schülergruppe wie vorgeschrieben von drei Personen. Valeska Berchtold ist als diplomierte Kleinkinderzieherin (heute Fachfrau Betreuung Kinder) als Gruppenleiterin zuständig. Ihr zur Seite stehen eine Lehrtochter und eine Praktikantin. «Wir sind sehr zufrieden, wie die Gruppenleiterin ihre Aufgabe löst», stellt die Präsidentin nach den ersten Erfahrungswochen fest. Auch mit der neuen Kinderhausleiterin, Patrizia Pinna, habe man eine gute Wahl getroffen.

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