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Kinder lernen viel von Kindern

Zwar hat der Einzelunterricht an der Musikschule keinesfalls ausgedient. Aber die Institution bietet immer mehr Gruppenlektionen an. Ein Jahr nach Einführung der Ateliers zieht Schulleiter Andreas Schweizer eine positive Bilanz.
Esther Simon
Spielerischer Zugang zur Musik: Schülerinnen und Schüler im Basic-Atelier an der Musikschule Weinfelden mit Lehrerin Kristin Thielemann. (Bild: Nana do Carmo)

Spielerischer Zugang zur Musik: Schülerinnen und Schüler im Basic-Atelier an der Musikschule Weinfelden mit Lehrerin Kristin Thielemann. (Bild: Nana do Carmo)

WEINFELDEN. Die Musikschule Weinfelden – das Zentrum für Musik und Tanz – geht neue Wege im Musikunterricht. Anstelle des Einzelunterrichts werden immer mehr Lektionen in Gruppen angeboten. Schulleiter Andreas Schweizer hat dafür eine griffige Erklärung: «Kinder lernen viel von Kindern.»

Ein kreativer Weg

Vor einem Jahr begann die Musikschule mit der Umsetzung ihrer neuen Schulorganisation und führte die sogenannten Basic-Ateliers ein. Diese Ateliers bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich in musikalischen Bereichen auszuprobieren, die im Einzelunterricht aus Zeitgründen jeweils nur am Rand behandelt werden können und daher oft zu kurz kommen. Schweizer: «Unsere Schülerinnen und Schüler haben in den Ateliers die Chance, auf vielfältige und kreative Weise in die Welt der Musik einzutauchen, neue musikalische Bekanntschaften zu schliessen und etwas Künstlerisches in kompakter Form auszuprobieren, mit dem sie sonst möglicherweise nie in Kontakt gekommen wären.»

Lieder unter die Leute bringen

Die Kurse heissen «Am Anfang war der Rhythmus», «Lustige Musikspiele» oder «Tanze deine Musik», Themen sind Atmung und Gehörbildung, Schulung des Pulsgefühls, Musiktheorie, Spielen ab Blatt, Lernen des Lieblingshits ohne Noten. Nach einem Jahr seit Einführung der Basic-Ateliers zieht der Leiter der Musikschule eine positive Bilanz auch für die Mini-Musikschule. «An den Kursen nehmen auch Kinder mit Migrationshintergrund teil. Das finde ich super. So kann die Musikschule Weinfelden einen Beitrag zur Integration leisten. Und die teilnehmenden Kinder profitieren gegenseitig von den Liedern und Tänzen, die in ihren Ländern zum Brauchtum gehören.» Schweizer ist überzeugt, «dass wir von anderen nur lernen können».

Was die Kinder in der Musikschule lernen, soll auch die Öffentlichkeit sehen und hören. «Ziel ist, dass die Kinder die Lieder und die Tänze aus der Schule heraustragen und unter die Leute bringen.» Ein Anfang mit den Stubeten im Restaurant Frohsinn in Weinfelden ist im Bereich Musik und Tanz der Völker bereits gemacht.

Andreas Schweizer Leiter der Musikschule Weinfelden (Archivbild: Nicolas Senn)

Andreas Schweizer Leiter der Musikschule Weinfelden (Archivbild: Nicolas Senn)

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