Kinder begleiten Brass Bands

Die Brass Band Erlen und die Brass Band Märwil luden zum traditionellen Familienkonzert ein. Thema war das Kinderbuch «Schellen-Ursli».

Simona Altwegg
Drucken
Teilen
Auch an den Instrumenten wirkte der Nachwuchs mit. (Bild: Simona Altwegg)

Auch an den Instrumenten wirkte der Nachwuchs mit. (Bild: Simona Altwegg)

ERLEN. Was in Schweizer Kinos zu sehen ist, konnte man am Samstagabend auch im Mehrzwecksaal in Erlen erleben: Die beiden Brass Bands aus Erlen und Märwil erzählten an ihrem traditionellen Familienkonzert die Geschichte von «Schellen-Ursli» – inklusive musikalischer Höhepunkte.

«Hoch in den Bergen, weit von hier, da wohnt ein Büblein so wie ihr.» Die ersten Worte der Schellen-Ursli-Geschichte zogen am samstäglichen Familienkonzert in Erlen gross und klein in den Bann. Zwischen den Textpassagen liessen die Brass Bands Märwil und Erlen mit Schülerensemble das Publikum in eine stimmungsvolle Musikwelt abtauchen. Die Leitung des Familienkonzertes hatte Christoph Luchsinger.

Unterstützung von den Kleinen

Nicht nur die beiden Brass Bands brachten dem gut gefüllten Saal die Geschichte des kleinen Bündner Jungen mit der grossen Glocke näher, sondern auch ein Chor mit knapp zwanzig Unterstufen-Schülern sorgte mit Bauernhof-Liedern für passende Stimmung.

«Nachdem wir im Herbst mit zwei Artisten auftraten, haben wir nun diese Zusammenarbeit mit der Unterstufe Erlen angestrebt», sagt Cornelia Giger, Präsidentin der Brass Band Erlen. Sie erklärt: «Mit solchen Projekten wollen wir näher ans Publikum kommen und innovativ bleiben.»

Mit der Aktualität verknüpft

Innovativ waren die beiden Brass Bands auch in der Umsetzung. Neben Musik und Erzählung zeigten sie an der Leinwand Schellen-Ursli-Bilder und sogar Ausschnitte aus dem gleichnamigen Schweizer Film. Kürzlich lief dieser noch im Kino. Dem Publikum gefiel der Bezug zur Aktualität.

Der Höhepunkt kam zum Schluss: Alle zusammen präsentierten das Lied «Oh wenn de Senn». Dass die Gruppe erst kurz vor dem Auftritt zum ersten Mal zusammen geprobt hatte, merkten die Zuschauer nicht. In ihren Köpfen schwangen noch die letzten Zeilen der Schellen-Ursli-Geschichte: «Der Ursli isst, so viel er kann. Die Eltern sehn sich glücklich an.»