Kesswil im Dschungelfieber

Der Frauenturnverein lud am Samstagabend zum Maskenball in die Mehrzweckhalle ein. Am Nachmittag gaben dort nach dem Umzug die Kinder den Ton an.

Gunhild Rübekeil
Merken
Drucken
Teilen
Die Kannibalen sind los: Sie fielen am Maskenball ein.

Die Kannibalen sind los: Sie fielen am Maskenball ein.

KESSWIL. Mit Pauken und Trompeten machten die Kesswiler Narren am Samstag auch dem Letzten klar, dass die Fasnacht ihren Höhepunkt erreicht hat. Ein bunter Umzug schlängelte sich mit musikalischer Unterstützung durch die Salmsacher Buchtäfäger von der alten Käserei auf Umwegen zur Mehrzweckhalle. Wer dem Treiben aus seinem Vorgarten zuschaute, wurde erbarmungslos aus der mitgeführten Konfettikanone beschossen.

Konfetti und Süssigkeiten regnete es auch beim anschliessenden Kindermaskenball. Dafür mussten die Luftballons zerstört werden, die die Organisatoren von der Spielgruppe Kesswil in luftiger Höhe aufgehängt hatten. Zuvor durften sich die Kinder mit Gratis-Wienerli stärken, für die Erwachsenen standen Kaffee und Kuchen bereit. Lange ausruhen konnten sich die Besucher allerdings nicht, bis sie zur Musik von DJ Roger in einer Polonaise gemeinsam durch die Tischreihen tanzten.

Meterhohe Bambuswälder

Dem Frauenturnverein Kesswil blieb nach Schluss der Veranstaltung nicht viel Zeit, die Mehrzweckhalle für den Abend umzugestalten. Nur die Wände und Decken wurden schon am Vortag dekoriert, berichtete Heidy Inauen. Meterhohe Bambuswälder, Felsbrocken und eine Safaribar verwandelten den Saal in einen üppigen Dschungel.

Masken waren zwar nicht vorgeschrieben, in Zivil kam dennoch kein Gast: Kein Wunder, schliesslich gab es für die grösste einheitlich verkleidete Gruppe einen Preis zu gewinnen. Und so tobte eine ganze Affenhorde über die Tanzfläche, während andere als Leoparden oder vollbusige Abordnungen aus dem «O-Camp» kamen.

Eigenen Eintopf dabei

Die elf Kesswiler Kannibalinnen, die wohl aus Angst vor Verpflegungsnotstand ihren eigenen Menschenfresser-Eintopf mitgebracht hatten, brachen gleich zwei Rekorde. Denn sie waren nicht nur die grösste Gruppe, sondern auch die erste, die mit einer Mindeststärke von fünf am Abend gekommen war. Dafür bekam jede einen Getränkegutschein und eine Banane.

Wer schon am Nachmittag mit den Kleinen gefeiert hatte, traf auf bekannte Gesichter: DJ Roger sorgte dafür, dass die Tanzfläche stets gut gefüllt war, hatte dafür aber vorsorglich seine Plattensammlung ausgetauscht. Ab Mitternacht waren wieder die Buchtäfäger für die Partystimmung verantwortlich. «Die Salmsacher Guggen sind bei der Kesswiler Fasnacht Dauergäste», erklärte Heidy Inauen. Einen Gastauftritt hatten zuvor ausserdem Popularis Bischofszell.

Hungrige Indianer: In der Mehrzweckhalle gab es Wienerli. (Bilder: Gunhild Rübekeil)

Hungrige Indianer: In der Mehrzweckhalle gab es Wienerli. (Bilder: Gunhild Rübekeil)