Kerzen erinnern an die Verstorbenen

Elf Bewohnerinnen und Bewohner des Schönenberger Altersheims «Im Park» verstarben im laufenden Jahr. Ein Gedenkgottesdienst gedachte ihrer.

Rudolf Käser
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SCHÖNENBERG. «Wir möchten keine neue Angst oder Trauer wecken», hielt Gesamtleiterin Damaris Mannale beim festlichen Gedenkgottesdienst am Sonntag fest. Vielmehr sollten die Anwesenden nochmals ihrer Angehörigen gedenken können.

Anekdoten von früher

Für jeden der elf Verstorbenen wurde eine Kerze angezündet. Und über alle Dahingegangenen wussten Damaris Mannale und Mathias Erne, Leiter Pflege und Begleitung, spezielle Anekdoten zu erzählen.

Es waren ganz persönliche Erinnerungen, welche geäussert wurden. Dias weckten zudem die Erinnerung ans irdische Dasein. Von zufriedenen Menschen, die nach Aussagen von Angehörigen im «Park» die schönste Zeit ihres Lebens verbrachten, wurde berichtet. Aber auch an Menschen, die wegen einer Demenzerkrankung nicht immer einfache Bewohner waren, wurden Erinnerungen wachgerufen.

Arbeitsame Frau im Stall

Bei den Gedanken, welche auch Angehörige mitteilen durften, war oft immer noch tiefe Trauer, aber auch Dankbarkeit zu hören. So berichtete ein Ehemann, der seine Ehefrau kurz vor der diamantenen Hochzeit verloren hatte, dass sie es immer gut gehabt hätten und dass seine Frau stets arbeitsam im Stall und auf dem Hof gewesen sei.

Geste der Versöhnung

Andere Angehörige erzählten noch tief berührt vom Todestag. So habe der Vater noch einen Kuss auf die Stirne erhalten – trotz vorher vorhandener Konflikte. Hinterbliebene sparten nicht mit Komplimenten für den Gottesdienst. Berührt äusserten sie sich über die bewegende Predigt von Pfarrerin Yvonne Brück.

Für die musikalische Klavierbegleitung sorgte Sonja Hausammann, für gesangliche Einlagen Martin Hausammann. «Das war ein ganz besonderer, feierlicher Tag», dankte eine Angehörige der Heimleitung.