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KEMMENTAL: Preis für den «geilsten Schnäpper»

Anlässlich des Rock the Frog am Schlatterweiher in Hugelshofen findet am Wochenende erstmals ein Töffli-Treffen mit Prämierung statt. Organisator ist der 21-jährige Roman Stengele.
Werner Lenzin
Roman Stengele schraubt an seinem «Pony Cross», Jahrgang 1974, in seiner Werkstatt im Stall seines Vaters. (Bild: Werner Lenzin)

Roman Stengele schraubt an seinem «Pony Cross», Jahrgang 1974, in seiner Werkstatt im Stall seines Vaters. (Bild: Werner Lenzin)

Werner Lenzin

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

Eigentlich wusste er schon als Knabe, dass er später einmal Landwirt werden möchte. Aufgewachsen im Altshof seiner Eltern Kurt und Elisabeth, zusammen mit seiner Schwester Sabrina, absolvierte Roman Stengele nach seiner Schulzeit in Engelswilen und Hugelshofen jedoch eine Schreinerlehre. Seit seinem zwölften Lebensjahr gilt die grosse Leidenschaft seinem Hobby, dem Restaurieren von Töffli-Oldtimern. In seiner kleinen, aber feinen Werkstatt pflegt er den Retrotrend, von dem seit acht Jahren viele Jugendliche wieder fasziniert sind.

«Mit den Beinen berührte ich kaum den Boden, als ich das erste Mal auf dem Töffli meines Grossvaters sass und erste Fahrten über Feldwege und Wiesen unternahm», erinnert sich Stengele. Das Mofa der Marke Pony cross mit Jahrgang 1974 hat sein Grossvater im Juni 1977 für 900 Franken für Romans Vater gekauft. Für den Weg zur Lehre und in die Gewerbeschule nach Weinfelden. «Die Technik hat mich schon seit dem Spielen mit Lego interessiert. Daher war es naheliegend, dass ich in der kleinen und improvisierten Werkstatt im Stall meines Vaters zusammen mit Kollegen bald während Hunderten von Stunden mit dem gehörten Wissen von älteren Jugendlichen feilte, schraubte und lackierte.»

Sein zweites Töffli, ein handgeschalteter Puch Velux, Jahrgang 1974, mit zwei Gängen, erstand er im Nachbardorf mit dem Geld von seiner Konfirmation. «Auch dieses habe ich komplett zerlegt, Ersatzteile eingebaut, zusammengesetzt und lackiert», strahlt der Töffli-Freak. Bald kam ein weiteres Mofa dazu. Mit Kollegen unternahm Stengele Touren um den Bodensee, hinauf auf die Schwägalp, und fünfmal war er am Redbull Alpenbrevet dabei. «Es ist unbeschreiblich, das Gefühl der Freiheit auf einem Töffli zu geniessen», strahlt der heute 21-Jährige.

Rund 50 Töffli werden erwartet

Nach wie vor ist Roman Stengele fasziniert vom Töffli, dessen Boom in die 1980er-Jahre zurückgeht: «Das Töffli war damals eine Jugendkultur, und schweizweit waren eine halbe Million Mofas eingelöst.» Seine Begeisterung für das «Zuckerwassermotörli», wie er seine schmucken Fahrzeuge liebevoll auch nennt, basiert darauf, dass es mit einer Schuhschachtel voller Werkzeug aufgebaut, repariert und optimiert werden kann. «Die analoge, einfache, jedoch robuste Technik, fernab vom digitalen Zeitalter, und der gesamte Kult rund herum begeistern mich und lassen mich nicht mehr los», sagt Stengele und schmunzelt. Daraus ist auch die Idee entstanden, anlässlich des Rock the Frog am Sonntag, 20. August, erstmals ein Töfflitreffen zu veranstalten und den «geilsten Schnäpper» zu prämieren. Stengele und die mit ihm zusammen organisierenden Kollegen erwarten gegen 50 Töffli am Schlatterweiher. Diese werden am Sonntagmittag zwischen 13 und 14 Uhr von einer dreiköpfigen Jury prämiert. Den ersten drei winken ein Preis in Form eines Gutscheins und eines Pokals und natürlich Ruhm und Ehre. Zudem gibt es auch einen Publikumspreis.

«Trotz meines erlernten Schreinerberufs und meiner Begeisterung für das Töffli steht für mich fest, dass ich später den landwirtschaftlichen Betrieb meines Vaters übernehmen werde», erklärt der «Töfflibueb», wie er sich gerne auch bezeichnet.

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