Kellenberger baut im Hofquartier

Die St. Galler L. Kellenberger & Co. AG siedelt sich mit einem Erweiterungsbau in Romanshorn an. Der Entwickler und Hersteller von Präzisionsschleifmaschinen investiert rund 10 Millionen Franken und schafft rund 20 neue Arbeitsplätze.

Markus Schoch
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Handschlag vor dem Bauplatz: Jürg Kellenberger (Mitte) und Bruno Schmucki (rechts) bedanken sich bei Norbert Senn. (Bild: Markus Schoch)

Handschlag vor dem Bauplatz: Jürg Kellenberger (Mitte) und Bruno Schmucki (rechts) bedanken sich bei Norbert Senn. (Bild: Markus Schoch)

Romanshorn. Gemeindeammann Norbert Senn hatte gestern allen Grund zur Freude. Die L. Kellenberger & Co. AG gab an einer Medienorientierung bekannt, dass sie im Industriequartier Hof gegenüber der Hydrel bauen wird, und die Verantwortlichen waren voll des Lobes für die Gemeinde und die zuständigen Stellen beim Kanton. «Wir sind von allen Seiten sehr gut unterstützt und beraten worden», sagte Jürg Kellenberger, der geschäftsführende Direktor des St. Galler Unternehmens.

Damit meinte er nicht nur das Amt für Wirtschaft und Arbeit in Frauenfeld, sondern insbesondere auch Senn selber, mit dem er in Kontakt stand. Dieser gab das Kompliment zurück. «Wir können dankbar sein, dass eine solche Firma mit Namen zu uns nach Romanshorn kommt.»

Investition von 10 Millionen

Im Industriequartier Hof fasst die L. Kellenberger die kubische Fertigung zusammen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. In St. Gallen selber fand sich kein geeignetes Grundstück.

Hauptmarkt des Unternehmens ist Deutschland mit einem Anteil von 30 Prozent, gefolgt von China (21 Prozent), dem restlichen Europa (19 Prozent) und den USA (17 Prozent).

In Romanshorn wird eine neue Werkhalle gebaut, die rund 86 Meter lang und 42 Meter breit ist. Auf modernen CNC-Zentren sowie CNC-Führungsbahnflachschleifmaschinen werden Gross-, Mittel- und Kleinteile komplett bearbeitet.

Insgesamt investiert die Firma gegen 10 Millionen Franken am neuen Standort, rund die Hälfte für Gebäude und Boden.

Baustart im Februar

Das Land gehört der Firma bereits, sie hat es der Hydrel abgekauft. Die Baubewilligung sollte demnächst erteilt werden. Bruno Schmucki, der Director of Manufacturing, geht jedenfalls davon aus, dass die Bagger wie geplant Ende Februar auffahren können, was auch Gemeindeammann Senn für realistisch hält. Ende Oktober sollten dann gemäss Terminplan der L.

Kellenberger die ersten Maschinen im Neubau anlaufen, in Vollbetrieb ist die Produktion ab Mai 2012.

Bis zu 25 Angestellte

Beschäftigt werden in Romanshorn gemäss Schmucki im Endausbau zwischen 20 und 25 Angestellte, «alles hochqualifizierte Spezialisten», vor allem ausgebildete Polymechaniker. Ein Teil der Arbeitsplätze wird mit Personal aus St. Gallen besetzt. Gearbeitet wird gemäss Schmucki im Drei-Schicht-Betrieb.

Die L. Kellenberger erwarte von der Gemeinde Romanshorn nach Angaben von Schmucki wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, einen zeitgemässen Ausbau der Infrastruktur, eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, tiefe Steuern und Abgaben, kurze Entscheidungswege, eine gute Informationspolitik und wettbewerbsfähige Energiekosten.