Keinen Platz für einen Doppelnamen

BIERHOFBRÜCKE. Vertreter der Gemeindebehörden von Romanshorn und Salmsach haben die Botschaft zur Fusions-Abstimmung vorgestellt. Kommt der Zusammenschluss zustande, wird die neue Stadt Romanshorn heissen.

Michèle Vaterlaus
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Die Vertreter von Salmsach und Romanshorn stellen die Abstimmungsbotschaft vor: Danilo Clematide, Kurt Helg, Rolf Vorburger, Nicole Haas, David H. Bon, Walter Kradolfer und Peter Eberle. (Bild: pd)

Die Vertreter von Salmsach und Romanshorn stellen die Abstimmungsbotschaft vor: Danilo Clematide, Kurt Helg, Rolf Vorburger, Nicole Haas, David H. Bon, Walter Kradolfer und Peter Eberle. (Bild: pd)

32 Seiten umfasst der Bericht der Arbeitsgruppen, welche im Laufe des vergangenen Jahres die Fusion zwischen Romanshorn und Salmsach geprüft haben. Diesen haben die Gemeinderäte von Romanshorn und Salmsach nun für die Abstimmungsbotschaft auf zwei A4-Seiten zusammengefasst. «Der gesamte Bericht bleibt aber auf den Homepages», sagte der Romanshorner Stadtammann David H. Bon.

Er hat am Dienstag mit den Stadträten Peter Eberle und Danilo Clematide sowie mit dem Gemeindeammann von Salmsach, Kurt Helg, und dem Salmsacher Gemeinderat Walter Kradolfer die Botschaft vorgestellt. Ort der Veranstaltung war die Bierhofbrücke, die über die Aach führt – genau auf der Grenze zwischen Romanshorn und Salmsach.

Wappen bereits bestimmt

Neben den Ergebnissen aus den Workshops der sechs Arbeitsgruppen, beinhaltet die Botschaft auch Informationen zu dem neuen Wappen, das eine fusionierte Gemeinde bekommen wird. Zum Wappen hat es bereits im März an einer öffentlichen Informationsveranstaltung eine Konsultativabstimmung gegeben. Die Teilnehmer derselben haben sich für ein Wappen, das sich aus dem Horn von Romanshorn und dem Krummstab von Salmsach zusammensetzt entschieden.

Noch offen war damals der Name, den eine neue Gemeinde tragen würde. In einer Umfrage in der Bevölkerung bekam der Name Romanshorn-Salmsach am meisten Stimmen. «Wir haben aber in den Exekutivbehörden entschieden, dass eine fusionierte Gemeinde <Stadt Romanshorn> heissen wird», sagte Kurt Helg. Das sei auf Anstoss des Salmsacher Gemeinderats passiert. Der Doppelname sei sehr lang und umständlich. «Die Ortsnamen und die Postleitzahlen der alten Orte werden aber erhalten bleiben», erklärte Helg weiter.

Abstimmung an zwei Tagen

Ebenfalls in der Botschaft thematisiert ist das Abstimmungsverfahren. «Wegen der unterschiedlichen Gemeindeordnungen wird in Romanshorn an der Urne und in Salmsach an der Gemeindeversammlung entschieden», sagt Bon. Die Abstimmung findet in Salmsach am Freitag, 22. November, statt. Romanshorn entscheidet am Sonntag, 24. November. Im Zusammenhang mit der Gemeindeordnung gibt die Abstimmungs-Botschaft auch einen Ausblick in die Zukunft: Sagen die Stimmbürger Ja zur Fusion, werden sie im weiteren Verlauf auch über eine neue gemeinsame Gemeindeordnung abstimmen müssen. «Einen Entwurf dazu schicken wir mit der Botschaft vor der Abstimmung allen Stimmberechtigten zu.»

Ebenfalls erst später im Detail ausgearbeitet würde der Fusionsvertrag. «Soziale Grundsätze haben wir aber bereits jetzt geregelt», sagt Bon. Die neue Gemeinde könnte – wenn alles nach Plan verläuft – im Jahr 2016 starten.

Botschaft bald online

Die Botschaften werden regulär vier Wochen vor der Abstimmung verschickt. Damit sich die Stimmbürger bereits früher einlesen können, stellen die Gemeinden die Botschaft bereits früher auf die Homepages. Sie sind ab Freitag abrufbar.