Keine Steuergelder für Umbau

Die Kaplanei Mannenbach wird saniert. Die Stimmbürger der Katholischen Kirchgemeinde Ermatingen bewilligen den Kredit von 1,18 Millionen Franken.

Margrith Pfister-Kübler
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ERMATINGEN. Im Zentrum der Rechnungsgemeinde der Katholischen Kirchgemeinde Ermatingen, zu der auch die Gemeinden Salenstein und Wäldi gehören, stand der Kreditantrag von 1,1 Millionen Franken für den Umbau der Kaplanei Mannenbach. Die Kaplanei wurde im Jahr 1852 erbaut. Sie erfuhr Renovationen in den Jahren 1902 und 1936 und ist ein klassizistisches Wohnhaus an sehr guter Lage mit Seesicht und historischem Umfeld, dem Schloss Louisenberg. Im kantonalen Hinweisinventar ist die Kaplanei als wertvoll und erhaltenswertes, bedeutendes Kulturzeugnis mit besonderer architektonischer Gestaltung verankert.

Wohnung mit vielen Zimmern

Jetzt gilt es, das Gebäude vor dem Zerfall zu retten und nach denkmalpflegerischen Grundsätzen zu sanieren. Im Erd- und Obergeschoss wird eine grosszügige 6,5-Zimmer-Maisonettewohnung zum Vermieten realisiert. Küche und Sanitärräume erhalten einen zeitgemässen Standard.

48 Stimmbürger nahmen an der Versammlung am Dienstagabend teil. Dem Antrag eines Stimmbürgers auf geheime Abstimmung wurde zugestimmt. Mit 32 Ja, 15 Nein und einer Leerstimme wurde dem Umbau mit Kreditantrag von 1,18 Millionen zugestimmt.

Etwas Vermögen vorhanden

Kirchenpräsidentin Theresia Götsch, Wäldi, verwies allerdings auf die Vorschrift, dass für diesen Umbau keine Steuergelder eingesetzt werden dürfen. Aus Schenkungen, Erbschaften und dem Verkauf des alten Mesmerhauses in Ermatingen hat die Kirchgemeinde Ermatingen etwas Vermögen, das eingesetzt werden kann.

«Wir werden jetzt an den Kirchenrat des Kantons Thurgau den Antrag für den Umbau der Kaplanei Mannenbach stellen. Das letzte Wort hat hier der Kirchenrat», sagte Theresia Götsch. Einstimmig wurden die Jahresrechnungen 2014, paritätisch und katholisch, genehmigt.

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