Keine Kindersitzpflicht in AOT-Bussen

Während in privaten Fahrzeugen ab heute die Kindersitzpflicht bis 12 Jahre gilt, ändert sich für den konzessionierten öffentlichen Verkehr nichts. In den im Oberthurgau verkehrenden orangen Bussen darf man während der Fahrt sogar stehen.

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Sämtliche zehn Kursfahrzeuge der Autokurse Oberthurgau (AOT) sind mit Sitzgurten ausgestattet. Die meisten Sitzplätze verfügen über 3-Punkt-Gurten. Vor allem in den älteren Bussen sind auch noch Beckengurten zu finden. «Wir empfehlen unseren Fahrgästen, sich anzuschnallen», sagt AOT-Geschäftsführer Peter Dürrenmatt. Verpflichtet dazu sei jedoch niemand. Daran ändert auch die neue Kindersitzpflicht bis 12 Jahre nichts. «Sitzgurten sind im konzessionierten öffentlichen Verkehr nicht obligatorisch», erklärt Dürrenmatt.

Wer will oder keinen Sitzplatz findet, der steht während der Fahrt.

Seit 25 Jahren kaum Unfälle

Dennoch sei Busfahren im Oberthurgau sicher, betont der AOT-Geschäftsführer. Die orangen Busse legten aktuell mehr als eine Million Kilometer pro Jahr zurück, in den vergangenen 25 Jahren seien Unfälle aber praktisch ausgeblieben, so Dürrenmatt. «Unsere Chauffeure sind angewiesen, vorausschauend und vorsichtig zu fahren.

» Verletzungsgefahr bestehe noch am ehesten beim Bremsen oder beim Ein- und Aussteigen.

Gurtenpflicht bei Extrafahrten

Im Gegensatz zum Liniendienst, wo es also jedem Fahrgast selbst überlassen ist, ob er sich angurten möchte oder nicht, gilt die Gurtenpflicht bei Extrafahrten der AOT. Peter Dürrenmatt weist allerdings darauf hin, dass bei Extrafahrten fast nur Erwachsene transportiert würden. Schülertransporte seien ganz selten. (rh)

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