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Kein Winterschlaf für den Direktor

Gestern schloss sich der Vorhang in der Manege des Zirkus Stey nach einer intensiven Saison zum letzten Mal. Nach der Verschiebung ins Winterquartier kehrt aber noch lange keine Ruhe ein.
Monika Wick
Die kleine Simone tritt zusammen mit ihrer Mutter Mia Arnosi Stey und den Geissen auf. (Bild: Monika Wick)

Die kleine Simone tritt zusammen mit ihrer Mutter Mia Arnosi Stey und den Geissen auf. (Bild: Monika Wick)

«Früher war die Winterpause wirklich eine Pause», sagt Rolf Stey, der ehemalige Direktor vom Zirkus Stey. Für seinen Sohn Martin, der heute die Verantwortung für das Unternehmen trägt, sieht das anders aus. Er bereitet sich schon auf sein Engagement beim Lachner Wiehnachtszauber in der Innerschweiz vor. Auch sonst findet Martin Stey vorerst keine Zeit, seine Füsse hochzulegen. Nach den fünf Vorstellungen auf der Weinfelder Brauereiwiese, die den Abschluss der diesjährigen Tournée durch 70 Ortschaften bilden, zieht sich der Zirkus in sein Winterquartier zurück. «Das befindet sich bei der alten Holzbrücke in Bonau», erklärt er.

Dort entladen er und sein Team das Material, reinigen und lagern es nach einer Kontrolle ein. Defekte Gegenstände werden repariert, andere mit einem neuen Farbanstrich versehen. «Ausserdem wird bereits mit dem Bau von neuem Equipment für die nächste Tournée begonnen», sagt Martin Stey. Die Ponies, Kühe und Ziegen verbringen den Winter in den Stallungen im Winterquartier. «Ausser ein paar Proben, die das Vergessen der Tricks verhindern sollen, können sie dort ihre wohlverdienten Ferien geniessen.» Die Artisten kehren für das Winterhalbjahr in ihre Heimat Rumänien zurück, genauso wie das ukrainische Orchester. «Da sie auch im Winter von etwas leben müssen, nehmen sie weitere Engagements an.» Im Frühjahr, etwa zehn Tage vor dem Saisonstart, kehren einige zum «Stey» zurück. Die Auswahl und das Engagieren von neuen Artisten gehört auch zu den Arbeiten, die Martin Stey während der Winterpause erledigen muss. «Früher wurden dazu Vorstellungen in anderen Zirkussen besucht. Heute werden uns viele Bewerbungsvideos online zugeschickt.»

Den Grundstein für die Zukunft des Zirkus Stey haben Martin Stey und seine Frau Mia Arnosi Stey mit der Geburt ihrer Kinder Simone und Rolf gelegt. Während der acht Monate alte Rolf die Vorstellungen im Kinderwagen miterlebt, ist seine dreijährige Schwester ein Teil davon. Zusammen mit ihren Eltern präsentiert sie Tierdressuren. Ein paar Tage Ferien werden sich Stey und seine Familie trotz der vielen Aufgaben gönnen, bevor es im Frühjahr wieder losgeht.

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