Kein Nachfolger gefunden

Die Salensteiner Schreinerei und Küchenbaufirma Nothhelfer schliesst im Sommer. Die Gemeinde verliert mit dem KMU neun Arbeitsplätze.

Margrith Pfister-Kübler
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Roland und Madeleine Nothhelfer vor ihrem Firmenschild. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Roland und Madeleine Nothhelfer vor ihrem Firmenschild. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

SALENSTEIN. «Nein, unsere Leute müssen keine Arbeitslosenunterstützung beantragen. Es ist uns ein Anliegen, dass auch bei unserer Firmenschliessung für unsere langjährigen Angestellten und unsere Lehrlinge eine optimale Anschlusslösung gesucht wird», sagen Roland und Madeleine Nothhelfer. Sieben Angestellte, davon drei Lehrlinge, und das Ehepaar Nothhelfer: das sind neun Arbeitsplätze. «Gute Leute sind gesucht», sagt Madeleine Nothhelfer, Bis auf einen Lehrling und einen Bankschreiner-Maschinisten haben bereits alle eine neue Stelle gefunden.

Am 15. April 1933 gründete Heinrich Nothhelfer in einer Wagenremise am heutigen Standort den Betrieb. Zwischenzeitlich lautete der Firmenname Gebrüder Nothhelfer, Nothhelfer & Sohn sowie Siegfried Nothhelfer, bevor Roland Nothhelfer zusammen mit seiner Frau Madeleine am 1. April 1986 in dritter Generation übernahm.

Den Entschluss zur Schliessung des Traditionsunternehmens ist wohlüberlegt. Es gab keine Nachfolgelösung. Auch das Anwesen wird verkauft. «Die beiden nordseitigen Nachbarn sind seit längerem in Verhandlung, um ihre Grundstücke zu verkaufen. Nach sorgfältigem Abwägen haben wir uns entschlossen, auch auf diesen Zug aufzuspringen. Durch den Verkauf der Grundstücke steht eine überbaubare Fläche von 10 000 Quadratmetern in der Dorfzone zur Verfügung», sagt Roland Nothhelfer.

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