Kein Boom, aber Hoffnung

Buhwil. Das kantonale Armbrustschützenfest mit der gleichzeitig stattfindenden WM fand praktisch vor der Haustüre des ASV Buhwil-Neukirch statt. Fast alle Mitglieder des Vereins waren in Sulgen in irgendeiner Form dabei. Am Freitag war nun das eigene Volksschiessen.

Rudolf Käser
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23 Mitglieder des Armbrustschützenvereins Buhwil-Neukirch, darunter acht Frauen und 10 Jungschützen, zielten im Sommer beim Schützenfest in Sulgen. «Es war für uns alle ein tolles Erlebnis», sagt Christian Schönholzer, erster Schützenmeister des Vereins. Neben der Beteiligung am «Kantonalen» haben praktisch alle Mitglieder des ASV Buhwil-Neukirch in Sulgen Helferdienste geleistet. Natürlich waren die Weltmeisterschaften sportlich für uns eine zu hohe Hürde, zumal keiner im Verein der Nationalmannschaft angehört. Doch war Schönholzer mit dem Sektionsresultat, wo ein Goldkranz resultierte, überaus zufrieden. «Das grösste Fest des Jahres bleibt für uns eine tolle Erinnerung, weil wir uns von unseren angenehmen Seiten zeigen konnten.»

Meist blutige Anfänger

In Resultaten wird deutlich sichtbar, wie weit auseinander Können und Willen von Armbrustschützen gehen. Waren in Sulgen, insbesondere bei den WM-Konkurrenzen, absolute Könner am Werk, so waren es beim Volksschiessen am Freitag in Buhwil meist blutige Anfänger. Da beteiligten sich zahlreiche Firmen, die einfach einen Plausch mit anschliessender Feststimmung erleben wollten. Insgesamt schossen 55 Dreiergruppen und zwei Gruppen mit zwei Teilnehmern. «Gegenüber dem Vorjahr kamen fast 30 Teilnehmer mehr», freute sich Schönholzer. Beeindruckend, dass 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Roggwiler Firma MBT erschienen. Es beteiligten sich, im Gegensatz zu Sulgen, ausschliesslich nicht-lizenzierte Schützen.

Erfreulich viele Jungschützen

Die Mitglieder des ASV Buhwil-Neukirch beteiligten sich am Freitag nicht aktiv am Schiessen. Sie waren damit beschäftigt, den Neulingen das Sportgerät und das richtige Zielen beizubringen. Derzeit besitzt der Verein ein gutes Dutzend aktive Schützinnen und Schützen. Im Gegensatz zu anderen Vereinen, die rückläufige Mitgliederzahlen beklagen, stagniert die Mitgliederzahl in Buhwil-Neukirch. Erfreulich ist das Interesse bei den Jungschützen. Bei 15 Teilnehmern mussten der diesjährige Kurs sogar limitiert und Interessenten zurückgestellt werden. Der Nachwuchs kommt von Buhwil, Neukirch, Heldswil, Schönholzerswilen, Schönenberg und Kradolf.

Nicht ganz günstiger Sport

Ob das Armbrustschützenfest in Sulgen nicht doch beim einen oder anderen Nachwuchsschützen Lust auf mehr geweckt hat, lässt Christian Schönholzer offen. «Zumindest zwei bis drei Schützen haben hörbar verlauten lassen, dass sie vielleicht den Trainingsaufwand doch einmal intensivieren könnten, um näher an die nationale Spitze heranzukommen», berichtet er. Allerdings gebe es für die Jungschützen, wenn sie ins Aktivalter kommen, ein erhebliches Problem: «Armbrust und Ausrüstungen können durchaus 5000 bis 5500 Franken kosten», weiss Schönholzer.

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