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KEHLHOF: Halbzeit bis zur Doppelspur

Der Bau des zweiten Schienenpaars bis Berg kommt gut voran. Einen wetterbedingten Rückstand von sechs Wochen haben die Bauarbeiter schon fast wieder aufgeholt. Im August fahren die Züge auf dem neuen Gleis.
Mario Testa
Auf der gesamten Strecke von Hard bis Berg liegt bereits das zweite Gleis. Ab August fahren die Züge auf diesen neuen Schienen. (Bild: Mario Testa)

Auf der gesamten Strecke von Hard bis Berg liegt bereits das zweite Gleis. Ab August fahren die Züge auf diesen neuen Schienen. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa

@thurgauerzeitung.ch

Täglich stehen bis zu 100 Bauarbeiter und Planer im Einsatz für den Doppelspurausbau von Hard bis Berg. Seit vierzehn Monaten läuft der Ausbau und nochmals so lange wird er dauern bis zur geplanten Inbetriebnahme Ende 2018. Projektleiter Jean Largey zieht eine gute Halbzeitbilanz. «Wir sind unfallfrei geblieben, es gab auch kaum Zwischenfälle.»

Einen Rückschlag gab es aufgrund von Wetterereignissen. «Das anfänglich schlechte Wetter hat dazu geführt, dass wir bis zu sechs Wochen hinter dem Zeitplan lagen. Zum grössten Teil konnten wir diesen Rückstand wieder aufholen», sagt Largey. Ein weiteres Ereignis, das für unerwarteten Mehraufwand gesorgt hatte, war ein Hangrutsch in Kehlhof am 1. Februar unterhalb der Gleise. Die Bauarbeiter mussten den Hang in den Folgetagen stabilisieren und abstützen – eine Woche lang fuhren keine Züge.

Nordgleis ist in zehn Wochen parat für die Züge

Mittlerweile liegt auf den gesamten 4,7 Kilometern der künftigen Doppelspur bereits das zweite Gleis, viele Masten und ein Grossteil der technischen Anlagen sind erstellt. «Ab dem 28. August fahren die Züge auf dem neuen Nordgleis», sagt Jean Largey. «Dann nehmen wir das bestehende Südgleis in Angriff. Es wird auch komplett saniert, also praktisch neu aufgebaut.»

Der Bau eines komplett neuen Trassees berge immer auch Unvorhersehbares. So sind die Bauarbeiter bei den Erdarbeiten auf Findlinge, instabile Hänge oder Wasseransammlungen gestossen. Da die Bauarbeiten unter laufendem Betrieb passieren, müssen die Gleisarbeiten aus Sicherheitsgründen vor allem Nachts stattfinden, die Erdbewegungsarbeiten am Tag. Für den Einbau der Gleise wird zuerst das Trassee gesichert, der Unterboden aus Kies erstellt, auf diese kommt eine Trennschicht aus Asphalt und zum Schluss Schotter und die Schienen oben drauf. Parallel dazu entstehen neben den Gleisen die Masten, das Drahtwerk und die Signale.

Anfängliche Probleme mit Anwohnern, die sich über nächtlichen Lärm und Behinderungen auf den Zufahrtsstrassen beklagt hatten, seien ausgeräumt, sagt Largey. «Die Anwohner zeigen viel Verständnis. Die Informationsanlässe und Gespräche haben geholfen.» Auch die Zufahrtspisten hätten sich bewährt um den Baustellenverkehr vom restlichen Verkehr zu trennen.

Eines der grössten Projekte in der Ostschweiz

Für Jean Largey ist es die letzte Baustelle als Gesamtprojektleiter, im Februar hat er das Pensionsalter erreicht. Er wird das Projekt jedoch bis zum Schluss betreuen. «Es hat sich so ergeben, und es passt für beide Seiten, die SBB und mich. Auch die Grundeigentümer und Gemeindevertreter schätzen es, wenn sie immer mit der gleichen Person zu tun haben.» Für ihn sei es eine angenehme Herausforderung, mit einem der grössten Bahnausbauprojekte in der Ostschweiz seine Karriere zu beenden.

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