Kaum Stoff für Diskussionen

KREUZLINGEN. Der Kreuzlinger Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzung zwei Zonenplanänderungen einstimmig genehmigt. Das Alters- und Krankenheim Abendfrieden kann somit seine Um- und Neubaupläne weiterverfolgen.

Nicole D'orazio
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Das Altersheim Abendfrieden soll umgebaut werden. (Bild: Urs Brüschweiler)

Das Altersheim Abendfrieden soll umgebaut werden. (Bild: Urs Brüschweiler)

Der Kreuzlinger Gemeinderat war sich gestern einig, dass das Alters- und Krankenheim Abendfrieden eine wichtige Institution in der Stadt ist. Da die Gebäude den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen, hat das Heim Um- und Neubaupläne. Die betroffenen Parzellen liegen jedoch in den Wohnzonen 50 und 33. Der Neubau würde deren Rahmen sprengen. Darum sollen beide der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zugewiesen werden.

«Solche Institutionen werden immer wichtiger», sagte Ernst Thoma stellvertretend für die CVP-Fraktion. «Die Menschen werden immer älter, und natürlich auch die Gebäude.» Die Fraktion sei darum einstimmig für eine Umzonung. Gleich sah es Peter König, der für die SVP sprach: «Die Stiftung dient einem öffentlichen Interesse. Ein Ausbau und eine Sanierung drängen sich darum auf.» Das Areal habe eine eigene Zufahrt und das Wohngebiet werde durch das Heim nicht negativ beeinflusst, da dessen Bewohner nur wenig Lärm verursachten. Zudem sei das Ganze auch eine langfristige Standortsicherung. «Die SVP ist einstimmig dafür.» Auch die SP-Fraktion war grossmehrheitlich dafür. «Das Heim erfüllt mit seinem Angebot einen wichtigen Auftrag im öffentlichen Interesse», sagte Markus Brüllmann. Es müsse daher die gesundheitlichen Grundlagen erfüllen können.

Keine böse Überraschung

Einzig die FDP/EVP-Fraktion war mit einem Punkt nicht einverstanden und sorgte für etwas Diskussionsstoff. «Dem Neu- und Umbau möchten wir keine Steine in den Weg legen», sagte André Troll. «Doch warum muss auch die Parzelle, auf der sich der Parkplatz befindet und als Reservefläche gilt, mit umgezont werden?» Aufgezont sei sehr schnell, rückzonen sei hingegen sehr teuer. Damit man auf der Parzelle 780 nicht eines Tages eine unliebsame Überraschung erlebe, stelle die Fraktion einen Rückweisungsantrag. «In einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen kann man bis zu 14 Meter hoch bauen.» Der Antrag wurde jedoch mit sieben Ja- zu dreissig Nein-Stimmen bei einer Enthaltung klar abgelehnt. Die Schlussabstimmung war dann einstimmig: Ja.

Reine Formsache

Beim zweiten Geschäft waren sich alle einig. Der Gemeinderat hatte der Umzonung eines Teils der Parzelle 3093 beim Hafenbahnhof Südost in eine Industrie- und Gewerbezone IG1 schon vor fünf Jahren zugestimmt. Der Kanton hatte aber Anpassungen gefordert, welche nun erfüllt sind.

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