Katholisch-Steinach senkt die Steuern um drei Prozent

Aus organisatorischen Gründen tagte die Kirch-gemeindeversammlung wieder in der katholischen Kirche. Es war seit 16 Jahren das erste Mal. Nach Wegfall der Spezialsteuer sinkt der Steuerfuss um drei Prozent.

Fritz Heinze
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steinach. Im Mittelpunkt der von 67 Pfarreimitgliedern besuchten Versammlung stand die Rechnung 2008, die vor allem durch die Tatsache herausragte, dass die Pfarreiheimschuld zurückbezahlt ist. Und dies sechs Jahre früher als vorgesehen.

Höherer Steuerertrag

Positiv wirkte sich auch der Mehrertrag der Steuern aus, der mit 792 000 Franken rund 40 000 Franken über den Erwartungen liegt. Doch sei die Finanzkrise auch an der Pfarrei Steinach nicht spurlos vorbeigegangen, wie Kirchenverwaltungsratspräsident Andreas Popp vermerken musste. Wertberichtigung musste auch sie hinnehmen.

3187 Franken Überschuss

Der Einnahmenüberschuss der Rechnung 2008 beträgt 3187 Franken. Im Steuerplan 2009 entfallen die drei Prozent Spezialsteuer nach Abzahlung der Bauschuld für das Pfarreiheim, das heisst, der Gesamtsteuersatz sinkt für das kommende Jahr von 29 auf neu 26 Prozent.

Wärmeisolierungen erneuern

Als grösster Brocken im Budget 2009 findet sich die Aussensanierung der Liegenschaft Schulstrasse 18. Das Haus wurde in den Jahren 1956/57 erbaut. Für die Sanierung hiess die Versammlung einen Kredit von 70 000 Franken gut. Nachgebessert werden die Isolation des Daches, der Aussenfassade und der Fenster im Kellerbereich. Die Kosten werden teils über Mietzinseinnahmen, über einen Beitrag der katholischen Administration St. Gallen und einen finanziellen Zuschuss des Klimarappens gedeckt.

Hilfe für den Pfarreirat

Über die Arbeit des Pfarreirats und die Veranstaltungen des laufenden Jahres erhielten die Anwesenden aus erster Hand, direkt von den Pfarreirätinnen und Pfarreiräten, Informationen. Aldo Dredla, zuständig für die Organisation von Veranstaltungen, erläuterte den Anwesenden die Absicht des Pfarreirats eine «Helfergruppe» aufzubauen, die den Pfarreirat bei den kirchlichen Veranstaltungen unterstützen soll. Für Pfarreiratspräsident Beni Müggler ist es klar: «Es gilt überall öppis z'tue», und da brauche der Rat auch die Hilfe von aussen.

Nachfolge geklärt

Nach Abschluss der traktandierten Geschäfte teilte Kirchenverwaltungsratspräsident Andreas Popp mit, dass für die scheidende Vreni Ammann, Pfarreileiterin in Berg-Freidorf, ein Ersatz gefunden wurde. Es ist Juliane Schulz, zurzeit Pfarreibeauftragte in Altstätten. In der abschliessenden Umfrage beherrschten zwei Themen die Diskussion: Die Kirchenaustritte und die daraus entstehenden Konsequenzen und die Firmung mit 18 Jahren. Dazu findet am Dienstag, 5. Mai, im Gemeindesaal Steinach eine Informationsveranstaltung statt.

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