Katholiken entscheiden über Kirchensanierung

ARBON. Die Aussenrenovation der Martinskirche steht bevor und soll auch frühere Epochen am Bauwerk zeigen. Der Zustand der Kirche ist durch Baufachmann Kurt Sonderegger gründlich abgeklärt worden. Lockere Stellen im Verputz entdeckte er auch hinter der schönen Südfassade.

Hedy Züger
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ARBON. Die Aussenrenovation der Martinskirche steht bevor und soll auch frühere Epochen am Bauwerk zeigen. Der Zustand der Kirche ist durch Baufachmann Kurt Sonderegger gründlich abgeklärt worden. Lockere Stellen im Verputz entdeckte er auch hinter der schönen Südfassade. Die Schäden in den Bereichen Eingang und Chor sind umfangreich. Die Längsseiten des Schiffs werden hingegen verhältnismässig wenige Massnahmen beanspruchen.

Alte Substanz erhalten

Teile des unteren Mauerbereichs bestehen aus Muschelkalk. «Dieses alte Material ist leider kaum mehr erhältlich», bedauerte Sonderegger. Es bleibe aber erklärtes Ziel der geplanten Eingriffe, alte Substanz zu erhalten, und nicht etwa, eine neue Schicht aufzuziehen. So können auch Kosten eingespart werden.

Die Aussenrenovation ist im Eingangsbereich dringlich. An der Rechnungsgemeinde am Montag entscheiden die katholischen Kirchbürger über einen Kredit von 715 000 Franken. Da seit drei Jahren eine Bausteuer erhoben wurde, konnten für diese Bausumme bereits Rücklagen geschaffen werden.

In den Startlöchern

Wenn die Versammlung am 11. Mai den Kredit gutheisst, beginnt die Restaurierung innert weniger Tage. Falls alle Bedingungen stimmen, wird sie Ende Jahr abgeschlossen. Auf Simone Benguerel, Leiterin der Archäologie im Thurgau, warten als Folge der vorgesehenen Erdbewegungen möglicherweise neue Ergebnisse: Die Kirche steht auf dem Areal des römischen Kastells. Seit römischer Zeit gab es in Arbon immer eine Christengemeinde, die über die Jahrhunderte ihre Kirche aus- oder umbaute. Funde sind möglich.

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