Karl Oettli-Brunner

Zum Gedenken

Fis/Gerold Naegeli
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Knapp zwei Monate nach seinem 96. Geburtstag hat sich am 23. Juni der Lebenskreis von alt Sekundarlehrer Karl Oettli-Brunner in Erlen geschlossen. Er durfte für immer einschlafen, «alt, hochbetagt, gesund, zufrieden, wunschlos glücklich», wie seine Angehörigen dankbar festhalten.

1921 in Lustdorf geboren, wuchs er zusammen mit einer Schwester in St. Margarethen bei Münchwilen auf. «Ich verlebte im Hinterthurgau, dessen Landschaft ich bis zum Lebensende innig liebte, eine glückliche Jugendzeit», erinnerte er sich dankbar. An der Kantonsschule Frauenfeld erlangte er 1940 die Maturität. Die Studentenverbindung Thurgovia ­bescherte «Faun» lebenslange Freundschaften.

Nach Studien in Zürich und Genf erwarb Karl Oettli das Lehrerpatent. An der Sekundarschule Erlen gab er bis 1984 sein Wissen und seine Begeisterung für Literatur und Bildende Kunst einer Tausendschaft Schülern weiter: «Ich schätzte die Heiterkeit in der Schulstube und tat die Arbeit gern», schreibt er im Lebenslauf.

Im Herbst 1945 heiratete Karl Oettli Hanna Brunner aus Zollikon; dem Ehepaar wurden Tochter Hanna und die Söhne Markus, Andreas, Hans Jörg und Martin geschenkt, die im Eigenheim an der Guggenbühlstrasse in Erlen aufwuchsen.

Seine geistliche Heimat fand Karl Oettli sowohl in der Evangelischen Kirchgemeinde Erlen als auch in der Freien Evangelischen Gemeinde Sulgen. Als im Jahre 1963 der Internationale Orden der Odd Fellows die Thurgauer Henry-Dunant-Loge in Amriswil ins Leben rief, gehörte Karl Oettli zu den Gründern. Seine Brüder erinnern sich mit Anerkennung und Dankbarkeit.

fis/Gerold Naegeli