Kanton unterstützt seeferne Oberlandstrasse

Das Thema Südspange wurde am Donnerstag im Kreuzlinger Gemeinderat kontrovers diskutiert. Die Gegner fordern eine bessere Lenkung des Schwerverkehrs, der Stadtrat begrüsst den ersten Schritt Richtung Oberlandstrasse.

Martina Eggenberger Lenz
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Kreuzlingen. Nach der Gemeinderatssitzung steht der Gründung der Jugendfeuerwehr Kreuzlingen nichts mehr im Weg. Teilnehmen können 12- bis 18jährige aus dem Einzugsgebiet der Stützpunktregion Kreuzlingen. Es gebe bereits elf Interessentinnen und Interessenten, informierte Stadtrat David Blatter.

Ja zur Jugendfeuerwehr

Der Antrag zur Gründung der Jugendfeuerwehr stiess bei allen Fraktionen auf grosse Zustimmung, auch wenn mehrfach betont wurde, dass sich allein mit dieser Massnahme das Rekrutierungsproblem nicht lösen lasse. Diskutiert wurde im Rat also nicht über die Grundsatzfrage, sondern die Details.

Ernst Thoma, CVP, wollte die Jugendlichen vom Mitgliederbeitrag befreien und Hans-Jürgen Michael, FL, beantragte, das Projekt vorerst auf eine Versuchszeit von drei Jahren zu beschränken. Beide liessen sich jedoch überzeugen, ihre Anträge zurückzuziehen.

Einstimmigkeit herrschte auch bei der folgenden Abstimmung über eine Teilrevision des Taxireglements.

Bessere Signalisation erwünscht

In der Diskussion zur Südspange forderte Jost Rüegg, FL, eine bessere Signalisation der Routen für den Schwerverkehr. Er bemängelte, dass auf der Hauptstrasse im Bereich Autobahnanschluss/Bernrain die Lastwagen statt durch den Autobahntunnel durch die Stadt gelotst würden. Durch die Südspange würde die Stadt nur minimal entlastet, meinte er.

Unterstützung erhielt Rüegg von Edith Wohlfender und Andreas Hebeisen, SP, die sich dafür aussprachen, die Landschaft zu erhalten, beziehungsweise die den Sinn der Südspange ohne Anschluss in Frage stellten. Beat Rüedi, FDP, und Christian Lohr, CVP, betonten, es sei richtig, dass die Stadt ihre Interessen einbringe.

Neuigkeiten des Stadtammanns

Neuigkeiten hatte Stadtammann Andreas Netzle: Die von der Regionalplanungsgruppe geforderte seeferne Oberlandstrasse als Anbindung in Richtung Oberthurgau unterstütze auch der Kanton mit dem neuen Richtplan. Die Linie werde zusammen mit der T14 geplant, wobei nur eine der beiden Routen zur Hochleistungsstrasse ausgebaut werde. Der Stadtrat stehe zur Südspange, diese könne rascher als die Oberlandstrasse realisiert werden. Interpellant Walo Abegglen rügte die «Salamitaktik» und stellte die Frage, ob mit Südspange ein einziger Lastwagenkilometer weniger gefahren würde.

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