Kanton: «Beweis war schwierig»

FRAUENFELD. Auch für den Kanton ist die Situation rund um die Salmsacher Aach besorgniserregend. «Das Amt für Umwelt setzt alles daran, dass das Problem endlich gelöst wird», erklärt Irene Purtschert Sinniger, die Leiterin der Abteilung Abwasser und Anlagensicherheit.

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Zur Vergangenheit könne sie nur soviel sagen, «dass es schwierig war, die Verursacher nicht nur zu finden, sondern den Tatbestand zu beweisen».

Verfahren läuft

Seit der Gewässerverschmutzung von Ende September laufe ein Verfahren. «Ich kann deshalb keine Auskunft über Bestrafungen usw. geben», so Purtschert weiter.

Der Pikettdienst des Amtes für Umwelt sei mehrmals vor Ort gewesen, auch in Begleitung der Polizei. «Die gesamte Entwässerung, die die problematische Einleitung beeinflusst, wurde umfangreich untersucht. Die Problematik, dass Schmutzwasser in die Meteorwasserleitung geleitet wird, konnte aufgezeigt werden.» Die Mängel seien aufgenommen und Sanierungsmassnahmen angeordnet worden.

Verschluss mit Blase

«Als Sofortmassnahme wurde die Ableitung mit einer Absperrblase verschlossen. Sich dort ansammelndes Schmutzwasser muss abgepumpt und in die Güllegrube geleitet werden.» Warum dieser Verschluss entgegen der Anordnung des Amtes für Umwelt entfernt wurde, sei Gegenstand des laufenden Verfahrens. «Unser Pikettdienst war auch am letzten Samstag vor Ort und ordnete die sofortige Verschliessung an.»

Purtschert ist überzeugt, «dass wir einen grossen Schritt weitergekommen sind». Jetzt sei es wichtig, dass die angeordneten Massnahmen umgesetzt würden. «Selbstverständlich kontrollieren wir das Vorgehen und die Resultate.»

Braucht Zeit

Der Kanton sei die Sache umfassend angegangen: Mit Analysen, technischen Untersuchungen und Massnahmen, betont Purtschert. «Die definitiven Massnahmen können nicht innert weniger Tage umgesetzt werden, deshalb die Sofortmassnahme.»

Der Kanton hat nicht zuletzt deshalb ein Interesse daran, die Fische besser vor Vergiftung zu schützen, weil er er einiges in sie investiert hat. Vor über 15 Jahren baute er beispielsweise eine Fischtreppe, deren Stufen er 2012 für 36 000 Franken kleiner machte, damit die Fische leichter aufsteigen können. (mso)