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Kampfwahl ums Richteramt

Weinfelden. «Wir sind der Überzeugung, mit Marcel Ogg einen guten Kandidaten mit reicher Gerichtserfahrung aufzustellen», sagt Peter Glauser, Vorstandsmitglied der FDP-Bezirkspartei Weinfelden. Man sei froh, den Wählern eine Auswahl bieten zu können.
Urs Brüschweiler
Marcel Ogg (Bild: Nana do Carmo)

Marcel Ogg (Bild: Nana do Carmo)

Weinfelden. «Wir sind der Überzeugung, mit Marcel Ogg einen guten Kandidaten mit reicher Gerichtserfahrung aufzustellen», sagt Peter Glauser, Vorstandsmitglied der FDP-Bezirkspartei Weinfelden. Man sei froh, den Wählern eine Auswahl bieten zu können. Im Laufe des Oktobers soll die Mitgliederversammlung die Kandidatur offiziell beschliessen.

Geborener Schaffhauser

Marcel Ogg ist seit 2004 Staatsanwalt des Kantons Thurgau, seit 2007 stellvertretender Leitender Staatsanwalt. Der 37jährige erlangte Bekanntheit als Ankläger gegen jene Rechtsextremen, welche einen Jugendlichen in Frauenfeld beinahe zu Tode geprügelt hatten. Ogg ist in Schaffhausen aufgewachsen, studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich und schloss sein Lizenziat und sein Doktorat mit «magna cum laude» ab. 2002 arbeitete er als Gerichtsschreiber beim Bezirksgericht Frauenfeld und leitete die Gerichtskanzlei. Kurze Zeit war Ogg auch anwaltlich in der Kanzlei von Hermann Bürgi, Matthias Hotz und Frank Zellweger in Frauenfeld tätig.

Richteramt reizt schon lange

2004 erwarb er das Thurgauische Rechtsanwaltspatent. «Die richterliche Rechtsfindung reizt mich schon seit Jahren», sagt Marcel Ogg. Ausserdem könne er sich als Gerichtspräsident einem breiteren juristischen Tätigkeitsgebiet widmen. In seiner jetzigen Funktion verfolgt er vorwiegend Strafrechtsfälle. Als er von mehreren Weinfelder Personen angefragt wurde, ob das frei werdende Amt für ihn vorstellbar wäre, entschied er, die Gelegenheit zu packen und zu kandidieren.

Ein schmucker Ort

Er selber, wie auch die FDP, wollten aber vor Bekanntgabe abwarten, wen die SVP aufstelle. Diese hatte am 1. Oktober die Unterstützung von Pascal Schmid aus Gerlikon beschlossen. Wie man den Wahlkampf gestalten werde, sei noch offen, sagt Ogg. Er freue sich auf eine faire Auseinandersetzung. Seit 2002 ist er Mitglied der FDP, er stehe der Partei aber schon seit jeher nahe. Selber bezeichnet er sich als bürgerlich und liberal. «Die tägliche Arbeit hat aber nichts mit Politik zu tun.»

Marcel Ogg wohnt heute mit seiner Partnerin in Frauenfeld. Bei einer Wahl müsste er in den Bezirk umziehen, was für ihn aber kein Problem darstellt. «Weinfelden ist ein schmucker Ort und ist umgeben von einer schönen Gegend.»

Erste Wahl Ende November

Der erste Wahlgang für die Nachfolge des zurücktretenden Bezirksgerichtspräsidenten findet am 30. November statt, ein allfälliger zweiter am 14. Dezember. Der bisherige Amtsinhaber Rolf Heusser, SVP, tritt am 28. Februar 2009 in den vorzeitigen Ruhestand.

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