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Kampf um Liebe und Freiheit

Passend zum Gallusjahr war Monika Dettwiler mit ihrem neuesten Roman «Nordwestbrise» im Schulmuseum Mühlebach zu Gast.
Gunhild Rübekeil
Monika Dettwiler hat tief in der Vergangenheit geforscht. (Bild: Gunhild Rübekeil)

Monika Dettwiler hat tief in der Vergangenheit geforscht. (Bild: Gunhild Rübekeil)

AMRISWIL. Schwer verletzt überlebt die Alemannin Utina einen Überfall der Franken auf ihre Siedlung bei Arbon. Im Kloster St. Gallen, Treffpunkt für Verhandlungen zwischen Alemannen und Franken, wird die 13-Jährige von Abt Otmar gepflegt.

Im Kloster St. Gallen lernt Utina auch den jungen Hugo kennen, der am Überfall auf ihr Heimatdorf beteiligt war und sie aus den Flammen gerettet hatte. Eine tragische Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

Personen haben existiert

Monika Dettwilers Roman «Nordwestbrise» schildert die Anfänge des Karolingerreichs in der heutigen Schweiz im 8. Jahrhundert – einem Jahrhundert, das «aus Sicht der Historiker überhaupt nicht existiert hat», erklärte die Autorin den Museumsgästen. Entsprechend schwierig gestalteten sich ihrer Aussage nach die Recherchen zum Buch. Den Durchbruch brachte die Erforschung der «Lex Alamannorum», einer Gesetzesschrift aus dem frühen 8. Jahrhundert.

«Was damals verboten war, musste existieren. Daraus konnte ich schliessen, wie die Menschen damals gelebt haben», erklärte die 64-Jährige ihre Erkenntnisse.

Identifikation möglich

Zahlreiche Personen in ihrem Roman, wie beispielsweise Abt Otmar, die Grossgrundbesitzerin Beata, die in dem Werk einen breiten Raum einnimmt, oder auch Utinas Sippe hätten tatsächlich existiert, ebenso wie die Ortschaften. Dass sie diese mit den heutigen Namen genannt habe, erleichtere die Identifikation mit der Geschichte. Das empfanden auch die Zuhörer so.

Vierter Roman

Bekannt wurde Monika Dettwiler mit ihrem Erstling «Berner Lauffeuer», der 1998 lange Zeit auf der Schweizer Bestsellerliste stand und die Gründung des Bundesstaates beschreibt. «Nordwestbrise» ist ihr vierter Roman. Ob sie aus heutiger Erfahrung ihr erstes Werk anders schreiben würde, wollte ein Zuhörer wissen. «Ja», lautete ihre Antwort. «Ich habe jahrzehntelang in Rom gelebt. Mir fehlte der tägliche Umgang mit der deutschen Sprache.» Deshalb sei der Schreibstil «fast ein bisschen altmodisch». Zudem habe sie damals den Schwerpunkt auf die Handlung gelegt und die Personen nicht stark genug herausgearbeitet. Das würde sie heute ändern, gestand Dettwiler, die seit 1999 wieder in der Schweiz lebt und als Co-Chefredaktorin der Wochenzeitung «Reformierte Presse» fungiert.

Wer die Lesung verpasst hat, kann Monika Dettwiler am 7. Dezember im Schloss Arbon treffen. Dort wird sie auf Einladung der Stadtbibliothek erneut aus «Nordwestbrise» lesen.

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