Kaffeepause

Biotop für Leseratten und Bücherwürmer Für Bücher interessiere ich mich schon seit der Schulzeit. Am liebsten nehme ich Biographien und alte Kinderbücher, die frühere Zeiten aufleben lassen, zur Hand.

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Elisabeth Brügger (52) Inhaberin eines Secondhand-Buchladens in Sulgen (Bild: st)

Elisabeth Brügger (52) Inhaberin eines Secondhand-Buchladens in Sulgen (Bild: st)

Biotop für Leseratten und Bücherwürmer

Für Bücher interessiere ich mich schon seit der Schulzeit. Am liebsten nehme ich Biographien und alte Kinderbücher, die frühere Zeiten aufleben lassen, zur Hand. Derzeit lese ich ein Buch über einen taubstummen, jungen Mann, der durch die Begegnung mit einem Delphin lernt, sich gegenüber seiner Umwelt auszudrücken. Gelegentlich schmökere ich auch in Fachliteratur, im Moment gerade in einem Werk über die richtige Gartenpflege.

Als meine Kinder klein waren, las ich ihnen Geschichten vor, und ein Sohn bat mich jeweils inständig, das Buch ja nicht wegzuwerfen.

Seit Mai 2006 führe ich an der Kirchstrasse 26 in Sulgen einen Secondhand-Laden für Bücher. Zuvor betreute ich im evangelischen Kirchgemeindehaus einen Büchertisch, bis dieser wegen der Gebäudesanierung aufgegeben werden musste. Schon damals wurde ich von Leuten oft gefragt, wo sie alte Bücher abgeben könnten.

Als in unserem Haus durch den Auszug eines Sohnes ein Zimmer frei wurde, kam ich auf die Idee, dort einen Laden für gebrauchte Bücher einzurichten.

Ich bekomme inzwischen mehr Exemplare, als ich verkaufen kann. Aus Platzgründen kann ich keine Bildbände mehr annehmen. Auch Literatur, die sich mit Schwarzer Magie befasst, lehne ich ab. Ansonsten kann man mir aber jedes Buch bringen – vorausgesetzt, es ist sauber und intakt. Ein Taschenbuch kostet bei mir 2 Franken, ein gebundenes 3.

Speziell ist, dass ich die Hälfte des Verkaufserlöses dem Hilfswerk «Licht im Osten» zur Verfügung stelle. Fixe Öffnungszeiten hat mein Geschäft nicht. Eine Tafel vor dem Haus gibt Auskunft, ob offen ist. Weil ich eine Ausbildung zur Katechetin absolviere und nicht immer zu Hause sein kann, ist es von Vorteil, sich telefonisch anzumelden. Notiert: st

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