Kaffeepause

Im Clinch mit dem Japanischen Knöterich Ich liebe meinen Beruf, weil er mir viele Gelegenheiten gibt, kreativ zu sein. Er bringt es aber auch mit sich, dass ich bei fast jedem Wetter arbeiten muss. Am wenigsten mag ich Regen, weil mich die Kleidung dann bei der Arbeit behindert.

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Im Clinch mit dem Japanischen Knöterich

Ich liebe meinen Beruf, weil er mir viele Gelegenheiten gibt, kreativ zu sein. Er bringt es aber auch mit sich, dass ich bei fast jedem Wetter arbeiten muss. Am wenigsten mag ich Regen, weil mich die Kleidung dann bei der Arbeit behindert. Bischofszeller Stadtgärtner bin ich seit 1982, also seit fast 30 Jahren. Vorher war ich auf dem Ostfriedhof in St. Gallen beschäftigt. Man lässt mir im grossen und ganzen freie Hand, doch muss ich natürlich darauf achten, dass die Ausgaben im Rahmen bleiben.

Jetzt im Frühling habe ich vor allem damit zu tun, die Rosen zu pflegen, die Pflanzen zu düngen und die Rabatten herzurichten. Auch für den Osterbrunnen im Museumsgarten bin ich zuständig. In den Sommermonaten investiere ich saisonbedingt viel Zeit für das Giessen der Blumen. Die grössten Anlagen in Bischofszell sind der Rosengarten beim Bürgerhof, der Barocke Rosengarten und das Stocken-Pärkli. Im Herbst heisst es, das Laub zusammenzutragen und Blumenzwiebeln zu setzen. Ausser Rosen werden in unserer Stadt vor allem Tulpen, Narzissen und Krokusse angepflanzt. Das Schneiden der Bäume und Sträucher geschieht im Winter. Eine Aufgabe, der ich mich das ganze Jahr über widmen muss, ist die Unkrautkontrolle. Besonders der Japanische Knöterich hat sich zu einer richtigen Landplage entwickelt. Seine Wurzeln reichen bis zu sechs Meter tief in den Boden hinein.

Im Garten, den meine Frau und ich besitzen, wachsen nicht nur Blumen, sondern auch verschiedene Gemüsesorten. Meine Lieblingsblumen sind die Orchideen und die Rosen. Seit zwei Jahren gehört der Formschnitt von Buchsbäumen zu meinen Hobbies. Ob im eigenen Garten oder in den grossen städtischen Anlagen – zu beobachten, wie die Natur zu neuem Leben erwacht, fasziniert mich immer wieder. Notiert: st

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