Kaffeepause

Wie früher Brände gelöscht wurden Seine Existenz verdankt unser Museum der Leidenschaft eines Mannes: Der Kradolfer Werner Fahrni war geradezu besessen von der Idee, nicht mehr gebrauchte Feuerwehrutensilien vor der Zerstörung zu retten.

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Wie früher Brände gelöscht wurden

Seine Existenz verdankt unser Museum der Leidenschaft eines Mannes: Der Kradolfer Werner Fahrni war geradezu besessen von der Idee, nicht mehr gebrauchte Feuerwehrutensilien vor der Zerstörung zu retten. 1956 begann er damit, alte Dokumente, Uniformen, Gerätschaften und Spritzen zusammenzutragen. Er legte damit den Grundstein für die heutige umfangreiche Sammlung, die aus Schenkungen und Leihgaben besteht und deren Prunkstück eine Spritze ist, die Napoleon III. einst der Gemeinde Salenstein schenkte. 1982 wurde eine Stiftung ins Leben gerufen und neun Jahre später das Museum im ehemaligen Feuerwehrdepot an der Bahnhofstrasse in Kradolf eingeweiht.

Die Funktion des Stiftungsratspräsidenten habe ich vor vier Jahren von Melchior Kamm übernommen. Eine spezielle Beziehung zum Feuerwehrwesen habe ich nicht und auch der Enthusiasmus Werner Fahrnis fehlt mir. Ich habe diese Aufgabe übernommen, weil ich dazu beitragen will, die bemerkenswerte Sammlung zu erhalten. Der wichtigste Mann bin jedoch nicht ich, das ist Betriebschef René Rupper. Kopfzerbrechen bereiten mir die roten Zahlen. Obwohl wir an allen Ecken und Enden sparen, ist es schwierig, die Schulden abzubauen, da wir praktisch keine Einnahmen haben. Ziel muss ein selbsttragender Betrieb sein.

Früher war das Museum fast jeden Sonntag geöffnet. Wegen des nachlassenden Interesses wurden die Öffnungszeiten dann stark reduziert, und ab 2012 wird man die Ausstellung nur mehr auf Voranmeldung hin besuchen können. Ein weiteres Problem ist der grosse Umfang der Sammlung. Der Platz ist knapp geworden, weshalb wir jetzt versuchen, die eine oder andere Leihgabe zurückzugeben. Neu in den Fundus aufnehmen können wir ohnehin nur noch ganz kleine Objekte. Notiert: st