Kaffeepause

Ein Panda in der Pfadi Als Kind bin ich immer gerne auf den Bäumen herumgeklettert. Vermutlich habe ich deshalb den Namen Panda erhalten. Bei meiner Taufe war ich acht Jahre alt und seit einem Jahr in der Pfadi.

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Simone Kappler (26) Abteilungsleiterin der Pfadi Bischofszell aus Wilen (Gottshaus) (Bild: ak)

Simone Kappler (26) Abteilungsleiterin der Pfadi Bischofszell aus Wilen (Gottshaus) (Bild: ak)

Ein Panda in der Pfadi

Als Kind bin ich immer gerne auf den Bäumen herumgeklettert.

Vermutlich habe ich deshalb den Namen Panda erhalten. Bei meiner Taufe war ich acht Jahre alt und seit einem Jahr in der Pfadi. Ich musste einen Regenwurm essen, das ist in Öl eingelegter Fleischkäse, im Kopfstand Rivella trinken und alleine bei der Dämmerung über eine kleine Brücke gehen. Auf der anderen Seite warteten alle anderen Bienli und hiessen mich als Panda in ihrer Gruppe willkommen. Ich habe gute Erinnerungen an meine Taufe, denn es war spannend, diese Aufgaben zu meistern.

Ich konnte es kaum erwarten, endlich in die Pfadi einzutreten. Meine älteren Geschwister schwärmten von den Lagern und von den Übungen. Da wollte ich auch mitmachen. Damals durfte man erst mit sieben in die Pfadi. Man gehörte als Mädchen zu den Bienli und als Buben zu den Wölfen. Heute kann man bereits mit fünf Jahren beginnen. Die Fünf- bis Siebenjährigen heissen Biber. Das ist auch jene Gruppe, die ich in der Pfadi Bischofszell leite. Zudem bin ich Abteilungsleiterin. Ich schaue, dass der Betrieb funktioniert, bin für alles Administrative zuständig, melde die Leiter für Kurse an und bin Ansprechperson für die Leiter und den Elternrat.

Die Pfadi ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, bei der man lernt, Verantwortung zu übernehmen und Aktivitäten zu planen. Das ist auch für das spätere Berufsleben wertvoll. Ausserdem entstehen Freundschaften und man erlebt zusammen lässige Sachen, die man sonst vielleicht nicht machen würde. Man baut Seilbrücken und backt über dem Feuer Schlangenbrot. Auch Pflanzen kennenlernen und Tierspuren suchen gehören dazu. Ich glaube, viele Eltern schätzen, dass ihre Kinder jeden Samstagnachmittag in der Natur sind. Notiert: ak

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