Kaffeepause

Musik mit dem Glauben verbinden Meine Arbeit als Musikdiakonin gliedert sich in drei Teile. Im Gottesdienst bin ich für die Musik zuständig. Ich mache moderne Kirchenmusik wie Pop, Gospel, Blues, Rock und Latin.

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Marina Vaccaro (27) Musikdiakonin in Erlen (Bild: ak)

Marina Vaccaro (27) Musikdiakonin in Erlen (Bild: ak)

Musik mit dem Glauben verbinden

Meine Arbeit als Musikdiakonin gliedert sich in drei Teile. Im Gottesdienst bin ich für die Musik zuständig. Ich mache moderne Kirchenmusik wie Pop, Gospel, Blues, Rock und Latin. Entweder spiele ich selber Klavier und singe dazu, oder ich coache die Jugendlichen, mit denen ich die Band Heartbeat gegründet habe. Der zweite Bereich betrifft die Jugendarbeit. Ich bin im Konflager dabei, danach können die Jugendlichen in die Jugendgruppe Freeway kommen. Als Drittes gebe ich Schülern von der ersten bis zur vierten Klasse Religionsunterricht. In Erlen ist es neu, dass Kinder so früh Religion haben. Mir macht die Arbeit mit den Kleinen Freude. Ich singe viel mit ihnen. Sie sind zudem sehr offen und fragen viel. Meine Stelle ist die erste in der Schweiz, welche die kirchliche Jugendarbeit mit Musik verbindet.

Nach dem Lehrerseminar besuchte ich die Schule für evangelische Kirchenmusik in St. Gallen. Wir hatten mit den Jazzschülern Unterricht. Danach absolvierte ich die Pädagogische Hochschule und verbrachte anschliessend ein Jahr in Honduras, wo ich in einer Schule gearbeitet und in einem Kinderheim mitgeholfen habe.

Nächstenliebe vorzuleben und den Glauben an andere weiterzugeben, ist die Hauptmotivation für meine Arbeit. Ich arbeite gerne mit Jugendlichen zusammen, denn sie sind ehrlich. Viele von ihnen sind aber auch unsicher. Ich möchte sie darin bestärken, dass sie gut sind, so wie Gott sie geschaffen hat. Ich möchte ihnen Mut geben, zu sich selber zu stehen und freier zu werden. Ich glaubte schon immer, dass es Gott gibt und dass er sich interessiert für uns. Mir ist aber auch wichtig, dass man dem Glauben Taten folgen lässt und man zum Beispiel als Chef nicht mehr habgierig ist, sondern die Leute zu einem gerechten Lohn anstellt. Notiert: ak