Kaffeemaschine im Wald gefunden

Bei der Waldputzete rund um Kreuzlingen machten die Pilzfreunde zum Teil erstaunliche Funde.

Desirée Müller
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Kreuzlingen. Die Mitglieder des Vereins für Pilzkunde Thurgau nahmen sich am Wochenende vor, einen Teil der Wälder rund um Kreuzlingen von Müll zu befreien. «Um etwas Abwechslung in unser Jahresprogramm zu bringen, überlegen wir uns immer neue Aktionen», erklärt Präsident Renato Righes. Kassier Martin Ahorn hatte daraufhin die Idee, eine Waldputzete zu organisieren. Zusammen mit dem Kreuzlinger «Küdermännli» Hansueli Weingart wurde der Vorschlag in die Tat umgesetzt.

Der Pensionär zieht regelmässig durch die Wälder und leistet mit dem Sammeln von Müll einen Beitrag für die Umwelt. «Für uns ist es viel angenehmer, in einer sauberen Umgebung Pilze zu sammeln», sagt Martin Ahorn.

Nicht nachvollziehbar

In Fünfergruppen strömten die rund 20 Teilnehmer am Samstagmorgen, ausgerüstet mit gutem Schuhwerk, Regenjacke und Abfallsäcken, beim Lengwiler Weiher in alle Richtungen aus und machten in den nächsten drei Stunden zum Teil überraschende Funde.

Von einer Unterhose, Velorädern bis hin zu vollen Bierharassen und Wodkaflaschen. Das Hauptaugenmerk galt aber einer modernen Kaffeemaschine. Für die Teilnehmer der Waldputzete ist es nicht nachvollziehbar, weshalb man solche Gegenstände einfach im Wald deponiert.

Lob von den Passanten

«Wenn wir Fussgängern begegnen, werden wir oft für unsere Arbeit gelobt», freut sich eine fleissige Sammlerin, die mit gutem Beispiel vorangehen will; ihre beiden Enkel halfen bei der Aktion begeistert mit.

«Unsere Waldputzete soll auch ein Aufruf sein, sich etwas mehr für einen sauberen Wald einzusetzen», sagt Hansueli Weingart.

Als sich die Pilzfreunde nach getaner Arbeit wieder trafen und die prallgefüllten Abfallsäcke erschöpft von ihren Schultern hievten, stapelte sich ein erschreckend grosser Haufen Müll.

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