Käufer für Schulhäuser gefunden

KEMMENTAL. Die Volksschulgemeinde Kemmental kann ihre Anlagen in Altishausen und Engelswilen veräussern. Die Verkäufe spülen zwei Millionen Franken in die Kasse. Das Geschäft muss aber noch vors Volk.

Martina Eggenberger Lenz
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Leben statt lernen: Im ehemaligen Schulhaus Altishausen entstehen Mietwohnungen. (Archivbild: Nana do Carmo)

Leben statt lernen: Im ehemaligen Schulhaus Altishausen entstehen Mietwohnungen. (Archivbild: Nana do Carmo)

Vor einem Jahr waren die Schulhäuser von Altishausen und Engelswilen zum Verkauf ausgeschrieben. Jetzt stehen die Geschäfte kurz vor dem Abschluss. Sofern die Stimmbürger an der ausserordentlichen Schulgemeindeversammlung vom 12. September Ja sagen, wechseln die Immobilien den Besitzer.

Da es sich bei den Schulhäusern um spezielle Objekte handelt, sei es nicht so einfach gewesen, Käufer zu finden, sagt Schulpräsidentin Isabelle Wepfer. Aber immerhin: die Behörde konnte bei beiden Schulhäusern aus zwei, drei Interessenten auslesen.

Neue Wohnungen entstehen

Das Schulhaus und das Lehrerwohnhaus Engelswilen sollen für 850 000 Franken an Monika und Christian Fuchs aus Altishausen verkauft werden. Die Familie wolle die Anlage einerseits bewohnen, andererseits sei geplant, eine soziale Institution aufzubauen. Das Ehepaar Fuchs beabsichtigt, sich um Menschen zu kümmern, die in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden sollen. «Wir kennen diese Familie, sie ist sehr engagiert. Das wird eine gute Sache», sagt Isabelle Wepfer.

Am Schulhaus Altishausen ist die WM Immo AG aus Dotnacht interessiert. Die Firma des ehemaligen Gemeinderates Werner Meister bietet 1,225 Millionen Franken für das Gesamtareal. Meister möchte sowohl im Schulhaus als auch im Lehrerwohnhaus Wohnungen einbauen und diese vermieten. «Im Idealfall ziehen sogar Familien mit Kindern zu», sagt die Schulpräsidentin.

Optisch kaum Änderungen

Wie Wepfer betont, erhielt bei beiden Objekten der Meistbietende den Zuschlag. Der Behörde sei es wichtig gewesen, die Parzellen jeweils als Gesamtheit zu verkaufen. «Wir sind zufrieden, dass wir gute Lösungen gefunden haben. Die ungenutzten Schulhäuser waren für uns ein finanzieller Klotz am Bein.» Für beide Schulhäuser besteht eine Gestaltungsplanpflicht. Die äusseren Formen müssen erhalten werden. Optisch wird sich also auch mit neuen Besitzern nicht viel ändern. Die rund 2 Millionen Franken Erlös sollen laut Behörde teilweise für die Sanierung der alten Turnhalle Alterswilen oder für einen Mehrzweckhallen-Neubau zurückgestellt werden, um später eine hohe Belastung zu verhindern. An diesem Projekt arbeitet die Schule zusammen mit der Gemeinde bekanntlich schon länger.

Präsidentin Isabelle Wepfer. (Bild: meg)

Präsidentin Isabelle Wepfer. (Bild: meg)

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