Jungmusiker zeigen ihr Können

Einst als Projekt gestartet, hat es sich heuer zum 20. Mal wiederholt: Das Musiklager des Thurgauer Jugend- Symphonieorchesters. Am Wochenende präsentierten die Musikanten das Ergebnis intensiver Probearbeit.

Barbara Hettich
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Das Gesamtorchester unter der letztmaligen Leitung von Dirigent Roger Ender. (Bild: Barbara Hettich)

Das Gesamtorchester unter der letztmaligen Leitung von Dirigent Roger Ender. (Bild: Barbara Hettich)

KREUZLINGEN. Was 1996 aus Anlass des 125-Jahr-Jubiläums der Thurgauer Kantonalbank als Jugend-Projektorchester begann, hat sich weiterentwickelt. Zum 20. Mal hat der 1997 gegründete Verein in den Herbstferien ein Musiklager für Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren durchgeführt. Am Abend zuvor in Romanshorn und am Samstagabend im Dreispitz Kreuzlingen präsentierten die über 50 Musikanten das Ergebnis intensiver Probearbeit. Unter der Leitung von Dirigent Benjamin Zwick eröffnete das Blasorchester mit «Mundus Novus» des Komponisten Otto M. Schwarz das Programm. Eine musikalische, temperamentvolle Entdeckungsreise, passend zum Jugend-Symphonieorchester.

Der Gesamtleiter geht

«Auf zu neuen Ufern gilt für uns jedes Jahr», begrüsste Vereinspräsident Fabian Kuhn die erfreulich vielen Konzertbesucher. Martin Briner, ehemals Marketingleiter bei der TKB, führte durch das musikalische Programm und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass das Jubiläumsprojekt eine solche Nachhaltigkeit zeige.

Das Streichorchester unter der Leitung von Raphael Honegger würdigte den musikalischen Leiter der ersten Stunde: mit der Komposition «Leuchtturm» von Hartmut Wendland. Ein leises, ruhiges und etwas melancholisches Werk, das höchste Konzentration von den Streicherinnen und Streichern forderte. Für die musikalische Gesamtleitung des Musiklagers in Parpan zeichnete sich Dirigent Roger Ender verantwortlich. Zum letzten Mal: «Man sollte gehen, wenn es am schönsten ist», sagte er.

Eigenkomposition zum Schluss

Höhepunkt des Konzertabends und gleichzeitig sein Abschied war die Uraufführung seiner Eigenkomposition Parpan-Symphonie. Mit dem Gesamtorchester hatte Ender das abwechslungsreiche Werk in vier Sätzen einstudiert, das zugeschnitten auf die Orchester-Besetzung Streicher, Bläser und Percussionisten gleichermassen forderte. Insbesondere der dritte, humoreske, Satz brachte die Freude an der Musik zum Vorschein, und nach anhaltendem Applaus wurde dieser als Zugabe nochmals mit Hingabe gespielt.

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