Junge schieben eine ruhige Kugel

KRADOLF-SCHÖNENBERG. Die Politische Gemeinde Kradolf-Schönenberg lud am Freitag zur traditionellen Jungbürgerfeier ein. Vor dem Abendessen im Schönenberger Dancing Klein Rigi stand eine Runde Bowling im Niederbürer Freizeitpark auf dem Programm.

Monika Wick
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Versuchen sich im Bowling: Jana Wüthrich aus Olmerswil, Alex Willi aus Kradolf und Jasmin Schönholzer aus Schönenberg. (Bild: Monika Wick)

Versuchen sich im Bowling: Jana Wüthrich aus Olmerswil, Alex Willi aus Kradolf und Jasmin Schönholzer aus Schönenberg. (Bild: Monika Wick)

«35 Jungbürger haben wir zur diesjährigen Jungbürgerfeier eingeladen», erklärte Gemeindeammann Walter Schönholzer. «Ich freue mich, dass 21 der Einladung gefolgt sind; das sind immerhin 60 Prozent.»

Rechte, aber auch Pflichten

Zum Auftakt der Feierlichkeiten schoben die 15 jungen Damen und ihre sechs männlichen Kollegen in der Bowlinghalle von Niederbüren «eine ruhige Kugel», wie es in der Einladung hiess. Begleitet wurden sie vom Gemeindeammann und vom Gemeinderat. Für Alex Willi ist die Jungbürgerfeier ein Anlass, den man unbedingt besuchen sollte. «Hier wird einem die Gelegenheit geboten, das Personal der Gemeindeverwaltung kennenzulernen», erklärte der Kradolfer. Ende Monat wird der Lüftungsinstallateur an der Schweizer Berufsmeisterschaft SwissSkills in Bern teilnehmen, bevor er in den Militärdienst eintritt.

Jana Wüthrich kennt schon einige der Jungbürger von ihrer Schulzeit in Schönholzerswilen. «Ich finde es cool, dass die Gemeinde mit diesem Anlass versucht, die Jungen zusammenzubringen, um alte Kontakte zu pflegen oder neue, gleichaltrige Leute kennenzulernen», sagte die Gärtnerin aus Olmerswil.

«Dass ich nun Steuern bezahlen muss, finde ich nicht negativ», erklärte Jasmin Schönholzer aus Schönenberg. «Es gehört einfach dazu; wie das Recht, mitbestimmen zu dürfen.»

Für Fabienne Köchli aus Neukirch an der Thur bedeutet Volljährigkeit, dass sie jetzt Auto fahren darf und auch machen kann, was sie will. «Ich bin mir jedoch auch bewusst, dass ich jetzt für mein Handeln die Verantwortung trage», stellte sie fest.

Persönlicher Kontakt möglich

Für Gemeinderat Hans Stark ist die Jungbürgerfeier eine gute Sache. «Der direkte Kontakt zu den Jugendlichen ist im Handy-Zeitalter sehr wertvoll.» Ausserdem wünschte er sich, dass sich die jungen Leute in Zukunft aktiv am Gemeindeleben beteiligen. Den ersten Schritt dazu hätten sie mit ihrer Teilnahme an der Jungbürgerfeier getan.