Junge Filmer legen Talentprobe ab

Geschichten mit Spannungsmomenten und überraschenden Wendungen sowie engagierte Schauspieler und Filmschaffende: Der Romanshorner Movie Day im Kino Roxy erlebte seine dritte Auflage und liess dabei keine Wünsche offen.

Markus Bösch
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ROMANSHORN. Es begann mit Kaugummis und endete mit einer grossen Flucht: Während vier Stunden kamen die Besucher im Kino Roxy in den Genuss spannender Kurzfilme mit manchen überraschenden Bilderfolgen. Von den 35 eingereichten Filmen wurden am Samstagnachmittag 23 gezeigt. In der Wettbewerbskategorie A waren Jugendliche bis 16 Jahre zugelassen, in der Kategorie B bewegte sich das Alter der Teilnehmer zwischen 16 und 25 Jahren.

Umfassende Bewertung

Drei Frauen und zwei Männern war die Aufgabe vorbehalten, die Filme zu beurteilen. Technik (Kameraarbeit, Filmschnitt), Idee und filmische Umsetzung, Geschichte und besondere Gestaltungsmittel gehörten zu den Kriterien. Für Regisseurin Yvonne Escher ist es wichtig, von der eigenen Idee überzeugt zu sein. Sie ist der Meinung, dass eigentlich alle jungen Filmemacher für ihr grosses Engagement einen Preis verdient hätten.

«Im Grund erinnern mich die gezeigten Werke an meine eigenen ersten Filme», erklärte der Filmemacher und Student Luca Ribler. Für die Romanshornerin Iris Fürst als unabhängiges Jurymitglied war der Gesamteindruck etwas anders als im vergangenen Jahr: «Wir haben heuer mehr Filme mit einem melancholischen, zum Nachdenken anregenden Inhalt gesehen.»

Plattform für Nachwuchs

Die Geschichten hatten es in sich. Einmal ging es um den ganz gewöhnlichen Alltag. Hier war persönliche Betroffenheit spürbar. Da wurden Themen aufgegriffen, mit denen sich Kinder und Jugendliche heutzutage auseinandersetzen müssen.

Ebenfalls dazu gehörten Sabine Girsberger, Produzentin und Verleiherin, sowie Marco Brazzerol. Die dritte Auflage dieser Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte der Kulturverein Swizz Production unter der Federführung von Daniel Ziener. Er sagt: «Unser Ziel ist es, jungen Filmemachern eine Plattform zu bieten. Und ich denke, das ist uns einmal mehr gelungen.»

Den Publikumspreis gewann Kay Moggs Film «The Great Escape», der Förderpreis ging an «Borderline» von Patrizia Gisler. In der Kategorie A gewann «Happy Birthday» von This Lüscher vor «Robokid» von Markus Steiner und «Macht und Kaugummis» von Mark Schnegg.

In der Kategorie B ging der erste Preis an den Film «Darkwood» von Claudio Mühle vor «Winged Fox – The Door» von Dang Ying-Kai und «Take a Seat» von Simon Radlinger.