Jugendliche kämpfen gegen Feuer

HAUPTWIL. Die Jugendfeuerwehr von Bischofszell und Umgebung, Fire Dragon, traf sich in Hauptwil zu einer Übung. Dabei lernten Jugendliche den Tanklöschfahrzeugeinsatz und den richtigen Umgang mit Kleinlöschgeräten.

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
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Ein bisschen Mut braucht es schon, um mit der Löschdecke ein Feuer zu löschen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Ein bisschen Mut braucht es schon, um mit der Löschdecke ein Feuer zu löschen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Fire Dragon haben einen spannenden Weiterbildungstag hinter sich. Am Samstag lernten die 20 Jugendlichen unter der Aufsicht von Hannes Marbach, Kommandant der Feuerwehr Hauptwil-Gottshaus, und Marc Maag, Leiter der Jugendfeuerwehr von Bischofszell und Umgebung, den Einsatz des Tanklöschfahrzeuges sowie den Umgang mit Kleinlöschgeräten kennen.

Gas darf man nicht löschen

Hannes Marbach erklärt, dass zu den Kleinlöschgeräten die Eimerspritze, der Feuerlöscher und die gute altbewährte Löschdecke zählen. So wurde unter anderem vorgeführt, wie man kleinere Brände löscht. Den jungen Menschen machte es sichtlich Spass, auf spielerische Art den richtigen Umgang im Brandfall zu lernen. «Was machen wir, wenn Gas brennt», fragt Ausbildner Wolfgang Schneeweiss in die Runde. «Brennendes Gas darf nie gelöscht werden. Mit einem Sprühstrahl muss es gekühlt und zurückgedrängt werden. Danach wird die Gaszufuhr abgestellt, und erst dann ist der Gasbrand gelöscht.»

Mit 18 Jugendlichen gestartet

Im Kanton Thurgau gibt es bereits fünf Jugendfeuerwehren. Die Jugendfeuerwehr Bischofszell und Umgebung ist im August 2013 als vierte Gruppe gestartet. Die Mitglieder wohnen in Bischofszell und in den umliegenden Gemeinden. So zählen zum Stützpunkt Bischofszell auch die Feuerwehren Felsenholz, Sulgen-Kradolf-Schönenberg sowie Hauptwil-Gottshaus.

«Wir legen los, wenn wir fünf Anmeldungen haben, sagten wir uns letztes Jahr, als wir uns mit der Gründung der Jugendfeuerwehr auseinandergesetzt haben», erzählt Marc Maag und lacht. Im vergangenen Sommer wurde mit 18 Jugendlichen, welche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren sind, gestartet. Inzwischen gehören der Jugendfeuerwehr Fire Dragon 21 Mitglieder – darunter drei Mädchen – an. Jedes Jahr werden acht Übungen, ein Ausflug sowie ein Wettkampf stattfinden. Marc Maag ist erfreut über die positive Entwicklung und betont, dass er mit einem sehr motivierten Team arbeiten kann. Das Ziel von Jugendfeuerwehren sei es, Nachwuchs für den Eintritt in die Feuerwehren auszubilden und zu rekrutieren. «Die Rekrutierung bei den Erwachsenen wird immer schwieriger, weil oft die Leute auswärts arbeiten und wir auch ein Überangebot an Freizeitbeschäftigungen haben», erklärt der Leiter der Jugendfeuerwehr.

Freude an den Aufgaben

«Besondere Voraussetzungen für den Eintritt in die Jugendfeuerwehr braucht es keine. Die jungen Leute sollen Freude an den Aufgaben der Feuerwehr haben», sagt Marc Maag. Ein positiver Nebeneffekt sei dabei auch, dass die Kollegialität im Team gepflegt wird.

Gleichzeitig fand am Samstag die Atemschutzolympiade der Feuerwehr Hauptwil-Gottshaus statt. Diese wird einmal jährlich durchgeführt. Auf einem Parcours zählten Kondition, Geschicklichkeit, Ausdauer und Teamarbeit.

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