Jugendarbeit im Namen Gottes

Am Sonntagabend fand im Pentorama der 90. Godi, der Gottesdienst von Jugendlichen für Jugendliche, statt. Christian Stricker, Leiter des Godi-Kernteams, blickte auf zehn Jahre zurück.

Manuel Nagel
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Dean Kradolfer, einst Gründer der Godi-Band, überbringt die Glückwünsche seiner Stadtratskollegen. (Bild: Manuel Nagel)

Dean Kradolfer, einst Gründer der Godi-Band, überbringt die Glückwünsche seiner Stadtratskollegen. (Bild: Manuel Nagel)

Er sei schon beinahe so etwas wie ein Godi-Dinosaurier, meinte Dean Kradolfer und erntete viele Lacher aus dem Publikum. In der Tat gehörte Amriswils Stadtrat für Jugendangelegenheiten mit seinen 34 Jahren bereits zu den älteren Semestern an diesem Abend.

Die Mehrheit der Besucherinnen und Besucher im Pentorama waren Teenager, denn der Godi soll ja auch Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren ansprechen.

Es spricht kein Pfarrer, sondern ein «cooler Preacher», wie sich Moderator Pascal Wiesli ausdrückte, und die musikalische Anbetung Gottes wird Worship genannt.

Beinahe wie ein KMU

Rund 600 junge Leute waren an diesem Sonntagabend nach Amriswil zum Jubiläum gekommen, darunter auch ein ganzer Car mit Gästen aus Weinfelden, welche sonst dort den Godi besuchen.

«In der Regel kommen jeweils so zwischen 350 und 400 Leute», verriet Christian Stricker. Der 42-Jährige ist Leiter des sechsköpfigen Kernteams, sozusagen die strategische Leitung des Godi. «Es ist schon fast ein KMU, das ich hier zu führen habe», so Stricker.

Unterstützung der Stadt

Der Aufwand, den die jeweils 30 bis 40 Helfer jeden Monat betreiben, um den Event durchzuführen, bestätigt diesen Vergleich: Der Godi ist ein multimediales Ereignis, an welchem viel Technik zum Einsatz kommt.

In all diesen zehn Jahren hätten sie immer sehr viel Unterstützung erfahren, wies Stricker auf die tolle Zusammenarbeit mit den Behörden hin. Die starke und nachhaltige Jugendarbeit, welche der Godi betreibe, werde von der Stadt Amriswil geschätzt, und um die guten Konditionen, zu welchen sie das Pentorama mieten können, werde er von vielen anderen Godi-Leitern beneidet.

Nach dem Gottesdienst mit viel Musik und einer Tanzdarbietung stürzten sich die Besucher auf die «legendären Godi-Sandwiches», wie sie von Stadtrat Kradolfer bezeichnet wurden. Auch er liess es sich nicht nehmen, in eines der üppig belegten Brote zu beissen.

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