Jugend schützt vor Torheit nicht

Nicht nur ältere Menschen fallen auf haarsträubende Lügengeschichten herein, wie sie beispielsweise Enkeltrickbetrüger erzählen. Diese geben sich bekanntlich am Telefon als Verwandte in Not aus, die dringend Geld brauchen. Und mit dieser Masche tatsächlich hin und wieder Erfolg haben.

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Nicht nur ältere Menschen fallen auf haarsträubende Lügengeschichten herein, wie sie beispielsweise Enkeltrickbetrüger erzählen. Diese geben sich bekanntlich am Telefon als Verwandte in Not aus, die dringend Geld brauchen. Und mit dieser Masche tatsächlich hin und wieder Erfolg haben.

Leichtgläubige gibt es auch unter den Jungen. So überliess kürzlich ein 22-Jähriger aus Arbon die Kontrolle seines Computers bedenkenlos einem Mann, der sich am Telefon als Mitarbeiter der Firma Microsoft bei ihm gemeldet hatte. Sie hätten ein Problem bei ihm auf der Festplatte festgestellt, erklärte der Fremde. Damit sie es beheben könnten, müsse er ihnen den Zugang zum Computer freigeben. Der Arboner freute sich über so viel Fürsorge des Software-Giganten und tat alles, was der freundliche Mitarbeiter am anderen Ende des Hörers von ihm verlangte. Kurze Zeit später meldete sich der freundliche Mann von vorhin wieder bei ihm, nur war er jetzt nicht mehr ganz so freundlich. In einem befehlenden Tonfall gab er dem verdutzten Arboner unmissverständlich zu verstehen: Wenn er die Kontrolle über seinen Computer zurückhaben wolle, müsse er 200 Euro zahlen. Es ist nur zu hoffen, jemand habe den Bedauernswerten darauf hingewiesen, dass er das Problem nicht ein für alle Mal aus der Welt schafft, indem er einfach die Rechnung begleicht. (mso)