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Jubel mit Ablaufdatum

Kommentar
Georg Stelzner

Die Bischofszeller Stimm- bürger hätten am Mittwoch Gelegenheit gehabt, das seit Jahrzehnten bestehende Problem mit dem Hangrutsch an der Haldenstrasse einer Lösung zuzuführen. Der Stadtrat präsentierte zwei finanzierbare Varianten. Mit beiden erlitt er an der Gemeindeversammlung Schiffbruch. Stattdessen ist er beauftragt worden, die Sanierung der bestehenden Strasse nochmals prüfen zu lassen.

Die Zustimmung zum Rückweisungsantrag hat zur Folge, dass es zu einer weiteren Verzögerung kommt. Mit einem Jahr muss mindestens gerechnet werden. Dabei hatten viele Bewohner Haldens zuletzt auf eine raschestmögliche Lösung gepocht. Nun hoffen sie, dass eine zweite Untersuchung des Hangrutsches zu einem anderen Ergebnis führen wird als die erste. Sie vertrauen darauf, dass damit der Weg für die von ihnen favorisierte Wiederherstellung der ursprünglichen Linienführung geebnet wäre.

Tritt dieser Fall ein, stellt sich die Frage der Finanzierung. Die Sanierung der bestehenden Strasse wäre teuer. Zu teuer für Bischofszell. Ob die heutige Solidarität mit der Bevölkerung Haldens dann immer noch auf einem tragfähigen Fundament stehen würde, ist fraglich. Bestätigt die zweite Expertise hingegen das Ergebnis der ersten Untersuchung, dann hätte man nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld verloren.

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

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