Journalistin war in Haiti

kreuzlingen. Eigentlich hätte Silvia Minder, sda-Journalistin, gemeinsam mit sechs weiteren Medienschaffenden anfangs Dezember 2010 eine Woche auf Haiti verbringen und Hilfsprojekte besuchen sollen.

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kreuzlingen. Eigentlich hätte Silvia Minder, sda-Journalistin, gemeinsam mit sechs weiteren Medienschaffenden anfangs Dezember 2010 eine Woche auf Haiti verbringen und Hilfsprojekte besuchen sollen. Doch bereits am zweiten Tag gab es eine Ausgangssperre – da nach Bekanntgabe des Wahlresultats zu den Präsidentschaftswahlen Haiti für Ausländer zu gefährlich geworden war.

Dennoch hat der Medientrupp einen Eindruck sammeln können. Im Freikurs Zeitgeschichte hat die Agenturjournalistin am Donnerstag an der Kantonsschule Kreuzlingen ihre Erlebnisse geschildert. «Wenn man durch die Strassen von Port-au-Prince fährt, glaubt man, dass Erdbeben habe erst vorletzte Woche stattgefunden.»

Von den 66 Millionen Franken, die von der Glückskette allein in der Schweiz gesammelt worden sind, wurde bisher ein Drittel verbraucht – vor allem für medizinische Hilfe.

Laut offiziellen Angaben sind bisher mehr als 3300 Menschen an der Cholera gestorben, 150 000 erkrankten. Wie die Menschen im Chaos überleben, ist auch den europäischen Helfern, die an diesen Zahlen zweifeln, unklar. Kaum jemand hat eine Arbeit, geschweige denn Vermögen. Wo aufgeräumt wird, geschieht dies per Hand, mit Schaufel und Pickel. (red.)

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