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Jetzt will sie Weltmeisterin werden

AMRISWIL. Lorena Misiti vom Coiffeurgeschäft Isabella in Amriswil hat an der Coiffeur-Europameisterschaft bei den Junioren in Russland eine Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen.
Hugo Berger
Lorena Misiti mit ihren beiden Medaillen von Junioren-Europameisterschaften in Russland. (Bild: Nana do Carmo)

Lorena Misiti mit ihren beiden Medaillen von Junioren-Europameisterschaften in Russland. (Bild: Nana do Carmo)

AMRISWIL. Für Lorena Misiti stand schon als Kind fest, dass sie den Beruf des Coiffeurs lernen wollte. «Meine Tante war Friseurin, und ich konnte ihr stundenlang zusehen, wie sie den Kunden mit flinker Hand die Haare schnitt.» Heute arbeitet die 20-Jährige im Coiffeurgeschäft Isabella in Amriswil. Und sie gehört zu den Besten ihres Fachs, wie sie vor ein paar Tagen an der Junioren Europameisterschaft im russischen Jekatrinburg bewies.

In einem Teilnehmerfeld von über 30 Nationen gewann sie Bronze in der Einzelwertung Progressive Cut & Style und die Silbermedaille im Team zusammen mit Yannick Oddo aus Lausanne. Im Evening Cat erreichte sie den 5. Rang.

«Ich schaffe es»

Denkt man an eine Europameisterschaft, stellt man sich eine Arena vor, in welcher die Wettkämpfer vom Publikum angefeuert um Rang und Punkte kämpfen. «Ganz so ist es nicht, das Ganze läuft ruhiger ab», sagt die Medaillengewinnerin lächelnd. Der Wettkampf finde auf einer grossen Bühne statt. Davor sitzen die Zuschauer.

War sie kein bisschen nervös? «Doch», gibt die junge Berufsfrau zu. «Kurz bevor es los ging, klopfte mein Herz wie verrückt. Dann sagte ich mir: Ich kann es, und ich schaffe es». Einmal in die Arbeit versunken, nehme man die Jury und das Publikum nicht mehr war. Fünfzehn Minuten Zeit hatten die Teilnehmer der jeweiligen Kategorien, um einer Puppe eine Hochsteckfrisur zu modellieren oder die Haare zu schneiden.

Üben und nochmals üben

Talent allein genügt nicht, weiss die Fachfrau, die ihre Lehre im vergangenen Sommer mit der Glanznote 5,1 abgeschlossen hat. Bereits im Juni begann das Team unter der Leitung von Enzo di Giorgio regelmässig zu trainieren. Selbst der Aufenthalt im Hotel vor dem Wettkampf nutzten sie zum Üben. «In der Toilette in unserem Hotelzimmer frisierten wir zum x-ten Mal unsere Übungsköpfe, die man zum Wettkampf selbst mitbringen muss», erzählt Lorena Misiti.

Die Tage in Russland bezeichnet Lorena Misiti als ein besonderes Erlebnis, das sie nicht missen möchte. Zum Erfolg beigetragen habe wohl auch die gute Zusammenarbeit mit den Teamkollegen Mirko die Giorgio, Yannick Oddo und dem Trainer Enzo di Giorgio, ist sie überzeugt. Gerne erinnert sie sich auch an die Heimkehr. Im Flughafen Zürich wurde das Team von Angehörigen und Freunden herzlich empfangen. Die Eltern erwarteten ihre Tochter mit einem Ballon mit der Aufschrift «Welcome home». Nebst den beiden Medaillen hat sie noch etwas anders, das sie an die Europameisterschaft erinnert: Ihr Freund Ramon schenkte ihr eine Uhr.

Obschon Lorena Misiti erst vor wenigen Monaten die Berufslehre abschloss, hat sie bereits eine Weiterbildung für Haarverlängerung besucht. Und sie hat noch weitere Ziele vor Augen: Im nächsten Jahr möchte sie an der Weltmeisterschaft in Korea teilnehmen.

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