Jetzt ist die Freiestrasse dran

WEINFELDEN. Nach dem Bau der beiden Kreisel auf der Umfahrung konzentriert sich der Gemeinderat im nächsten Jahr auf die Sanierung der Hauptachse im Dorf. Der Finanzplan weist Kosten von anderthalb Millionen Franken aus.

Esther Simon
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Die Schäden sind gut sichtbar: Die Freiestrasse in Weinfelden in der Nähe der katholischen Kirche. (Bild: Donato Caspari)

Die Schäden sind gut sichtbar: Die Freiestrasse in Weinfelden in der Nähe der katholischen Kirche. (Bild: Donato Caspari)

Der Gemeinderat macht vorwärts mit der Entlastung des Zentrums vom Durchgangsverkehr: Nächstes Jahr plant er die Sanierung der Freiestrasse. Die Umsetzung soll in den Jahren 2015 und 2016 erfolgen, wie Gemeindeammann Max Vögeli erklärt. Der Finanzplan sieht Kosten von 1,6 Millionen Franken vor. Der Kredit kommt vors Parlament und zur Volksabstimmung. Die Termine sind noch nicht fixiert.

«Wichtiger Schritt»

Saniert werden soll der Abschnitt zwischen dem Kreisel Marktstrasse und der Brauereistrasse. Dem Gemeinderat geht es aber nicht nur um die Ausbesserung der Schäden auf diesem Strassenabschnitt. Max Vögeli: «Mit der Sanierung der Freiestrasse soll ein nächster und wichtiger Schritt in der Umsetzung unseres Konzeptes erfolgen.» Das Konzept heisst «Übergeordneter Verkehr». Es hat ein grosses Ziel: den Transitverkehr aus dem Dorf nehmen.

Ein Ziel erreicht

Um den Verkehr auf der Umfahrung zu verflüssigen, wurden 2012 und 2013 die beiden Kreisel gebaut. «Mit der Fertigstellung des Kreisels Dufour-/Industriestrasse haben wir dieses Ziel letzte Woche erreicht», sagt Walter Strupler, Ressortleiter Tiefbau im Gemeinderat.

Im Gegenzug will der Gemeinderat die Hauptachse Lager-/Bahnhof-/Freiestrasse für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen, auf der Freiestrasse vermutlich mit baulichen und gestalterischen Massnahmen.

Keine Bahnunterführung

Das Konzept sieht auf der Hauptachse durchs Dorf auch Verbesserungen für den sogenannten Langsamverkehr vor. So plant der Gemeinderat zum Beispiel eine Verlängerung der Fussgängerinsel auf der Bahnhofstrasse bis hin zu Jacks Café.

Sicher werde es beim Bahnübergang Freiestrasse keine Unterführung geben, sagt Strupler: «Das kommt aus Kostengründen nicht in Frage.» Ein Teilnehmer an einer SVP-Versammlung hatte diese Variante ins Spiel gebracht. Wenn die Freiestrasse saniert wird, muss sie umfahren werden. Eine Route sei noch nicht definiert, sagt Strupler: «Sicher ist, dass die Zufahrt ins Zentrum gewährleistet sein muss.» Um den Transitverkehr aus dem Dorf zu nehmen, seien im Moment keine weiteren Massnahmen geplant, sagt der Gemeindeammann. Aber der Gemeinderat liebäugelt mit einem Transitverbot für Lastwagen nun auch aus westlicher Richtung, wie Recherchen der Thurgauer Zeitung ergaben (siehe Kasten). Ein Verbot aus Richtung Osten besteht schon seit Jahren.