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Jetzt auch noch ein Gutachterstreit

Um das «Metropol», und ob es den Schutz vor dem Baggerzahn verdient, entbrennt ein heisses Ringen. Aussagen von Stadtpräsident Balg seien falsch, sagt der Heimatschutz. Und akzeptiert den Obergutachter nicht.
Max Eichenberger
Das Hotel Metropol soll Neuüberbauung weichen. (Bild: Max Eichenberger)

Das Hotel Metropol soll Neuüberbauung weichen. (Bild: Max Eichenberger)

Der Thurgauer Heimatschutz ist wie der Kanton, die kantonale Denkmalpflege sowie Investor HRS und die Stadt Arbon in der Arbeitsgruppe vertreten, die sich um die Klärung der Schutzwürdigkeit des Hotels Metropol bemüht. Damit soll bald Rechtssicherheit geschaffen werden. Ziel der vom Departement Bau und Umwelt (DBU) gebildeten Arbeitsgruppe ist es, das Verfahren zu beschleunigen.

Eine Interessengruppe will das Metropol vor einem Abbruch bewahren, weil der Hotelbau ein architektonisch bedeutender und repräsentativer Bau aus den Sechzigerjahren sei. Die IG hat eine Resolution an die Adresse des Stadtrates verabschiedet.

HRS will auf der Metropol-Parzelle ihr Bauprojekt «Riva» realisieren. Diesem müsste das Metropol weichen. Neben der IG sind die Denkmalpflege und der Heimatschutz für den Erhalt.

Balgs Aussagen «falsch und irreführend»

Die Arbeitsgruppe habe sich gemeinsam auf einen Obergutachter geeinigt, da zwei Gutachten mit widersprüchlichen Ergebnissen vorlägen. Dieser Aussage von Stadtpräsident Andreas Balg im TZ-Interview («Countdown beim Metropol», 11.10.) widerspricht der Heimatschutz. Die Aussage sei «falsch und irreführend». Man habe sich «keineswegs auf ein Obergutachten geeinigt», sagt THS-Präsident Uwe Moor. Vielmehr habe der Heimatschutz dargelegt, «dass ein Gutachten eines einzelnen Gutachters kaum anerkannt werden kann». Dem Stadtrat hat der Heimatschutz zudem schriftlich kundgetan, dass er die deutschen Gutachter nicht akzeptiere. Der THS habe vorgebracht, dass hier ein Gremium von Fachleuten entscheiden soll, die sich zu einer Meinung durchringen müssten. Vorgeschlagen hat er laut Moor die Eidgenössische Heimatschutzkommission und die Eidgenössische Denkmalschutzkommission. Diese seien vom Bundesrat eingesetzt und bestünden aus anerkannten Fachleuten. Ein Gutachten von dieser Seite würde der Heimatschutz nicht in Frage stellen.

Die Vertreter von HRS und der Stadt hätten diesen Vorschlag «aus uns unerklärlichen Gründen» abgelehnt. Dem neuen Gutachten messe der Heimatschutz nicht den Status eines «Obergutachtens» zu.

Sollte der Entscheid des Stadtrates mit Stadtpräsident Andreas Balg, der aus seiner Begeisterung für das Projekt «Riva» nie einen Hehl gemacht hat, «für uns nicht nachvollziehbar sein», kündigt der Heimatschutz schon mal vorsorglich seinen Rekurs an. Dies dann verbunden mit dem Begehren, die Eidgenössischen Kommissionen einzubeziehen.

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