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Jeder Schüler ist einzigartig

Seit gut eineinhalb Jahren ist im ehemaligen Alphasem-Gebäude in Berg das Lernwerk Euregio beheimatet. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Zwischenbilanz. Klar ist aber, dass es noch Luft nach oben gibt.
Lukas Hutter
Im Lernwerk Euregio dürfen die Schüler viel basteln und mit Lernmaterialien arbeiten. Lehrerin Petra Hartmann betreut sie dabei. (Bild: pd)

Im Lernwerk Euregio dürfen die Schüler viel basteln und mit Lernmaterialien arbeiten. Lehrerin Petra Hartmann betreut sie dabei. (Bild: pd)

BERG. An der Andhauserstrasse 52 in den ehemaligen Räumlichkeiten der Alphasem sieht es gar nicht mehr nach einer Halbleiter-Produktionsstätte aus. Seit Sommer 2014 beherbergt es nämlich das Lernwerk Euregio. Neben Regalen voll mit Lernmaterialien hängen bunte Bilder und Zeichnungen. Dazwischen steht prominent ein Tischfussballkasten. «Der wird vor allem in den Pausen benützt», erklärt Barbara Hoffmann Kabrane, die für das Administrative zuständig ist. «Vor allem, wenn es kalt ist und die Kinder nicht draussen spielen wollen.» Was auch nicht fehlt, ist eine gemütlich eingerichtete Leseecke und diverse Spielsachen.

Lernen mit Bewegung

Es sei aber auch im Unterricht sehr wichtig, dass die Bewegung nicht zu kurz komme. «Das Gelernte muss verknüpft werden und in einen konkreten Kontext gestellt werden, damit der Lerneffekt ideal ist», sagt Hoffmann. Um dies zu erreichen, werde der Unterricht wenn möglich draussen abgehalten und die Fächer nicht rein theoretisch durchgekaut. Zudem fördere der praktische Unterricht für die Kinder die selbständige Erarbeitung von Themen. «Die Kinder sollen eigene Lösungsstrategien entwickeln und keinen aufgedruckten Lösungsweg eingetrichtert bekommen. Dies führt auch zu einer starken Persönlichkeit.»

Dieses selbständige Erarbeiten mit Lernbegleitern ist auch wichtig, da die Schüler nicht in Klassen, sondern in drei Zyklen eingeteilt sind. Diese lassen sich grob in Basis-, Primar- und Sekundarstufe einteilen, somit gehen mehrere Jahrgänge in den gleichen Zyklus. «Jedes Kind steht an einem anderen Punkt und muss individuell gefördert werden. Deshalb arbeiten wir mit einem Kompetenz-Raster, das genau über den Bildungsfortschritt jedes einzelnen Kindes Auskunft gibt», sagt die Leiterin.

Lehrplan 21 schon umgesetzt

Es kämen auch viele Lehrer in die Privatschule, um die angewandten Methoden kennenzulernen. Zudem hätten sie bereits den Lehrplan 21, der im Thurgau noch nicht obligatorisch ist, umgesetzt. Als Konkurrenz zur normalen Schule sieht sich das Lernwerk aber nicht: «Wir nehmen den öffentlichen Schulen keine Kinder weg, wir bieten eine Alternative für Kinder, die mit dem normalen Schulmodell nicht zurechtkommen.»

Mit rund 40 Kindern stösst das Lernwerk noch lange nicht an seine Grenzen, bewilligte Plätze gibt es 128. Ausserhalb des Unterrichts bietet die Privatschule auch Betreuung und einen Mittagstisch an, der von Barbara Hoffmann und ihrem Mann geführt wird. Die Kinder sind von 3 Monaten bis 16 Jahre alt und kommen aus dem ganzen Kanton. Viele Schüler werden von den Eltern gebracht, sie hätten aber auch einen eigenen Abholdienst und die Schule liege in Gehdistanz zum Bahnhof.

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