Jeder Schritt muss stimmen

SCHOCHERSWIL. Auf der Swiss Paso Fino Farm in Schocherswil standen am Wochenende die edlen und feurigen, ursprünglich aus Kolumbien stammenden Pferde im Mittelpunkt. Am dritten Swiss Paso Fino Classic traten sie gegeneinander an.

Rebecca Keller
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Preisrichter Rufo Figueroa beobachtet die Wettkampfteilnehmer aufmerksam. Er beurteilt Haltung und Gangart. (Bild: Rebecca Keller)

Preisrichter Rufo Figueroa beobachtet die Wettkampfteilnehmer aufmerksam. Er beurteilt Haltung und Gangart. (Bild: Rebecca Keller)

320 Kilometer ist Christine Griebel aus Franken in Bayern angereist, um mit der Stute Borrasca de La Tierra am dritten Swiss Paso Fino Classic teilzunehmen. Während sie im Stallzelt das Pferd striegelt, rechnet sie sich für die nächste Prüfung gute Chancen aus. Sie schätze die angenehme Atmosphäre in der noch kleinen Paso-Fino-Szene, sagt sie.

Das Turnier von Schocherswil ist einer der beiden grössten Anlässe Europas für Paso Finos in diesem Jahr. Rund 50 dieser Rassepferde starten an den verschiedenen Prüfungen, bei denen Pferd und Reiter bewertet werden. Im Zentrum des Wettkampfs steht dabei die für den Paso Fino typische Gangart Paso, welche in drei Geschwindigkeiten eingeteilt wird.

Klarer Viertakt

Begleitet von lateinamerikanischer Musik sind die Reiterinnen und Reiter jeweils in der Gruppe in rasantem Tempo auf der Rundbahn unterwegs, genau beobachtet von den beiden für das Turnier aus Amerika angereisten Wettkampfrichter Rufo Figueroa und Shaw Laney.

Einzeln überqueren die Konkurrenten den hölzernen Paso Fino Strip. Dabei ist deutlich die Klarheit des Viertaktes dieser Gangart zu hören, was den Richtern zusätzlich bei der Bewertung dient. Sowohl für die Zuschauer als auch für die Reiter hilfreich sind bei der Rangverkündigung die Erklärungen der Moderatoren zu den Entscheidungskriterien der Juroren.

Interesse steigt

Die Veranstalter Claudia und Daniel Greb von der Swiss Paso Fino Farm zeigen sich mit dem Turnierverlauf wie auch vom Interesse zufrieden. «Wir konnten dieses Mal wieder etwa gleich viele Zuschauer begrüssen wie an den vergangenen zwei Turnieren», sagt Claudia Greb. «Das Niveau der Teilnehmer steigert sich von Jahr zu Jahr.»

Als das Ehepaar vor zehn Jahren den Hof in Schocherswil übernahm, gab es nur wenige Paso Finos in der Schweiz. Claudia und Daniel Greb setzten auf die Zucht der edlen Rasse. Mittlerweile leben allein auf der Paso Fino Farm rund 80 Pferde. «Es freut uns, dass das Interesse an dieser Rasse steigt.»

Dass der Paso Fino trotz seiner Durchschnittsgrösse von 1,35 bis 1,45 Meter auch bei Erwachsenen guten Anklang findet, führt Claudia Greb auf die vielen Vorzüge der Pferde zurück. «Der Paso Fino ist ausdauernd, kräftig, elegant und dabei bequem und fein zu reiten.» Ein Blick auf die zufriedenen Gesichter der Reiter zeigt, dass Claudia Greb mit ihrer Begeisterung nicht alleine ist.