Jeder Kreuzlinger soll Sport treiben

Das Sportnetz Kreuzlingen will sich in der Region noch besser verankern und die Sportlergala in die schwarzen Zahlen bringen. Wenig überraschend sprechen sich die Vereine klar für den Bau der neuen Schwimmhalle aus.

Kurt Peter
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Patrick Müller und Isabelle Wepfer sind die Neuen im Vorstand. (Bild: Kurt Peter)

Patrick Müller und Isabelle Wepfer sind die Neuen im Vorstand. (Bild: Kurt Peter)

KREUZLINGEN. «Als Vereine müssen wir hinter den Anliegen des Sports stehen.» Mit diesen Worten begrüsste Präsident Reto Oberhänsli die Anwesenden zur Mitgliederversammlung des Sportnetzes Kreuzlingen. In seinem Jahresbericht bezeichnete er die «Polysportive Vernetzung» als erfolgreiches Schwerpunktthema. Weniger Anklang fand die Schnupperwoche für Sport. Das Interesse war so gering, dass auf eine weitere Durchführung verzichtet wird.

Positiv sei die Bewilligung eines Beitrags von 8000 Franken durch das Kantonale Sportamt. Das Sportnetz sprach im vergangenen Jahr vier Förderbeiträge. Davon profitierten der Ruderclub, der FC Kreuzlingen, LAR Tägerwilen und der Yachtclub.

Verbesserungen bei Sportlergala

Die Sportlergala wurde von Daniele Scardino eher kritisch betrachtet. Es habe etliche Probleme gegeben, die schliesslich auch zu einem Verlust geführt hätten. Er versprach weitere Verbesserungen. An der Sportlerparty werde festgehalten.

Besonders gelobt wurde die Aktion «Open Sunday». 30 bis 50 Kinder und Jugendliche nehmen an den sportlichen Aktivitäten im Schulhaus Seetal teil.

Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von knapp 3700 Franken. Das im Vergleich zum Vorjahr schlechte Ergebnis ergibt sich wegen des Minus der Sportlergala. Neu in den Vorstand wurden Isabelle Schläpfer als Nachfolgerin von Reto Mästinger als Aktuarin und Patrick Müller als Sportanlagenkoordinator gewählt. Das Budget 2014 sieht bei gleichbleibenden Mitgliederbeiträgen von 70 Franken einen kleinen Überschuss von 300 Franken vor.

Eine mutige Enthaltung

Zum Jahresthema 2015 wurde «Sportregion» gewählt. Das Sportnetz soll sich im Bezirk breiter verankern. Die Strategie «Sportnetz 2020» hat das Ziel, «Sportbeweger» zu schaffen. Im Klartext: «Jede Kreuzlingerin und jeder Kreuzlinger treibt Sport», erklärte Reto Oberhänsli. Zum Abschluss sprachen sich die Vereine deutlich für das neue Schwimm- und Freizeitbad Egelsee aus. Eine Konsultativabstimmung brachte die klare Ja-Mehrheit, bei einer – in diesem Umfeld mutigen – Enthaltung.